Hockey WM
Titelverteidiger Deutschland nach Krimi im Finale

In einem dramatischen Spiel haben sich die deutschen Hockey-Herren für das Endspiel bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land qualifiziert. Gegen Spanien siegte der Titelverteidiger 5:3 nach Siebenmeter-Schießen.

Die deutschen Hockey-Herren haben zum dritten Mal nach 1986 und 2002 das Endspiel der Weltmeisterschaft erreicht. Im Halbfinale der elften Titelkämpfe in Mönchengladbach setzte sich die Auswahl des scheidenden Bundestrainers Bernhard Peters nach dem 2:2 (2:2, 1:1) nach Verlängerung mit 3:1 im Siebenmeter-Schießen gegen Europameister Spanien durch.

Damit kommt es am Sonntag (15.30/live in der ARD) zur Neuauflage des Endspiel von vor vier Jahren gegen Olympiasieger Australien. Die "Kookaburras" hatten im ersten Vorschlussrundenmatch Südkorea mit 4:2 (0:1) bezwungen.

Torhüter Ulrich Bubolz war mit zwei gehaltenen Siebenmetern der gefeierte Held des Abends. Björn Emmerling (20.), Moritz Fürste (47.) waren zuvor für den von 12 000 Fans frenetisch angefeuerten Titelverteidiger erfolgreich. Für Spanien trafen Santiago Freixa (27.) und Alex Fabregas (47.).

Nervöser Beginn der DHB-Auswahl

Die deutschen Spieler begannen nervös, machten zahlreiche unerzwungene Stockfehler und kamen kaum zu einem konstruktiven Spielaufbau. So bestimmten die Spanier mit ihrem druckvollen Pressing von Anfang an die Partie. Bereits in der vierten Minute musste Keeper Ulrich Bubolz bei einem Schuss des freistehenden Pol Amat erstmals eingreifen und parierte in der 16. Minute auch die erste Strafecke der Iberer. Zwei Minuten darauf stockte den Zuschauern der Atem, als Kapitän Timo Weß im letzten Augenblick akrobatisch mit einem Hechtsprung das sichere 0:1 verhinderte, Schiedsrichter David Gentles (Australien) aber den Videobeweis bemühte, um zu überprüfen, ob der Ball die Torlinie überquert hatte. Nach bangen 30 Sekunden entschied er dann "kein Tor".

Die deutsche Führung fiel zu diesem Zeitpunkt völlig unerwartet. Erst in der 19. Minute hatte Christopher Zeller erstmals auf das spanische Tor geschossen. Eine Minute darauf traf Emmerling, indem er kunstvoll mit der Rückhand eine harte Hereingabe von Carlos Nevado unhaltbar abfälschte. Doch nach dem Rückstand schaltete der Europameister noch einen Gang hoch.

Spanische Stürmer wirbeln durch deutsche Abwehr

Die schnellen Weltklassestürmer Freixa, Amat und Eduard Tubau versetzten die deutsche Abwehr mehrfach in Angst und Schrecken. Drei weitere Strafecken spielten sie sich zwischen der 21. und 27. Minute heraus. Die ersten beiden konnte Bubolz noch abwehren, bei der vierten hatte der Berliner etwas Pech, als ihm die Kugel durch die Beine rutschte.

Nach der Pause kamen die Deutschen wesentlich besser ins Spiel. Nevado, Matthias Witthaus und Zeller hatten die ersten Chancen, bevor der 21 Jahre alte Team-Youngster Fürste erneut die deutsche Führung erzielte. Doch schon im Gegenzug nutzte Fabregas eine Unachtasmkeit der deutschen Hintermannschaft zum erneuten Ausgleich. Die Partie war danach völlig ausgeglichen und an Spannung kaum zu überbieten.

© SID

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