Hockey WM
WM-Titel macht Peters "sehr, sehr stolz"

Zum Abschluss seiner Tätigkeit als Bundestrainer schenkte das Nationalteam Bernhard Peters den zweiten WM-Titel. Der 46-Jährige ließ seiner Freude freien Lauf und war vom Auftritt seines Teams beeindruckt.

Es waren emotionale Szenen im ausverkauften Mönchengladbacher Hockeypark. Schon 19 Sekunden vor der Schlusssirene hüpften die deutschen Spieler wie aufgedrehte Springmäuse über den Platz. Sie wussten, es kann nichts mehr schiefgehen. Und als das Herzschlag-Finale schließlich wirklich zu Ende war, als der unwahrscheinliche Traum wahr geworden war, da brachen endgültig alle Dämme. Weltmeister 2006 - Deutschlands Hockey-Herren haben mit dem 4:3 (1:2)-Erfolg im Endspiel der elften Weltmeisterschaft ihrer Erfolgsserie einen weiteren Triumph hinzugefügt und dem scheidenden Bundestrainer Bernhard Peters einen Abschied auf dem absoluten Höhepunkt bereitet.

"Genial, wie die Jungs das Spiel in der zweiten Halbzeit umgebogen haben", sagte der 46-Jährige mit einem Kloß im Hals, "die Mannschaft hat unglaubliche Willenskraft bewiesen. Ich bin sehr, sehr stolz."

Ehrungen für Torjäger Zeller und Keeper Bubolz

Als die unvermeidliche Queen-Hymne "We Are The Champions" angestimmt wurde, ging auf dem Kunstrasen des Hockeyparks die erste Spontanfete ab, quasi der Auftakt einer langen Nacht. Nachdem Kapitän Timo Weß inoffiziell von der Weltverbands-Präsidentin Els van Breda-Vriesman vorab den WM-Pokal für die erfolgreiche Verteidigung des 2002 in Malaysia gewonnen Titels erhalten hatte, tanzten die Spieler mit dem Pott über das ganze Feld, übten die "Raupe" und bedankten sich bei den Fans mit der "La Ola". Abwehrspieler Philipp Zeller erdrückte Peters fast bei seiner Umarmung.

Erst als IOC-Präsident Jaques Rogge 30 Minuten später offiziell den 11,5kg schweren Silberpokal an Weßübergab und das Team Arm in Arm im Konfettiregen die Nationalhymne mitsang, schien einigen bewusst zu werden, was sie zum Abschluss der zwölf Tage von Mönchengladbach geleistet hatten. "Die Jungs waren in der Lage, sich zu steigern", sagte Peters, der an seine eigene Zukunft als Sportdirektor beim Fußball-Regionalligisten TSG Hoffenheim noch nicht denken wollte: "Im Moment freue ich mich nur für diese Jungs, alles andere ist nicht so wichtig." Als I-Tüpfelchen wurden Christopher Zeller zum besten Nachwuchsspieler des Turniers und Ulrich Bubolz, der Siebenmeter-Held vom Halbfinale, zum besten Torwart gewählt.

© SID

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