sonstige Sportarten
Hockeydamen als Gruppensieger ins EM-Halbfinale

Als ungeschlagener Sieger der Vorrundengruppe B sind die deutschen Hockeydamen ins Halbfinale der 7. EM in Dublin eingezogen. Die Olympiasiegerinnen bezwangen England im letzten Gruppenspiel knapp mit 1:0 (1:0).

Dank eines hart erkämpften und glücklichen 1:0 (1:0)-Erfolges gegen England haben die deutschen Hockeydamen als ungeschlagener Sieger der Vorrundengruppe B das Halbfinale der 7. Europameisterschaft in Dublin erreicht. Fanny Rinne (Mannheim) sorgte bereits mit der ersten Strafecke in der 18. Minute für die Entscheidung. "Das war ein hartes Stück Arbeit", sagte Bundestrainer Markus Weise, meinte aber mit Blick auf das Halbfinale: "Es war ganz gut, dass wir auch mal getestet wurden. Bislang wurden wir ja noch nicht gefordert."

Die Olympiasiegerinnen haben damit ihr Ziel erreicht, in der Vorschlussrunde am Freitag (18.00 Uhr Mesz) dem Titelverteidiger Niederlande aus dem Weg zu gehen. Die "Oranjes" sicherten sich durch ein 4:0 gegen Gastgeber Irland den Sieg in Gruppe A. Gegner der DHB-Auswahl ist damit Spanien, das durch ein 6:0 gegen Frankreich auf Platz zwei kletterte.

Torfrau Frank in glänzender Form

Obwohl die Halbfinalteilnahme nach den beiden Auftaktsiegen gegen Schottland (8:0) und die Ukraine (4:0) bereits feststand, wirkten die deutschen Damen in der Anfangsphase extrem nervös und kamen durch einige Abwehrunsicherheiten gegen die früh attackierenden Britinnen zunächst in Schwierigkeiten. Torfrau Yvonne Frank aus Rüsselsheim klärte aber bei zwei Strafecken (15., 17.) glänzend und war auch bei der dritten britischen Ecke (43.) zur Stelle. "Sie hat astrein gehalten", lobte Weise seine Torfrau. Die 25-Jährige trat nach Athen in die Fußstapfen von "Olympiaheldin" Louisa Walter und blieb bei ihrem ersten bedeutenden Turnier weiterhin ohne Gegentreffer. Überragend war auch Abwehrchefin Tina Bachmann, die sich wie ein Fels in der Brandung den englischen Angriffen entgegenstellte. "Es war ganz gut, dass wir mal gegen Pressing spielen mussten", meinte die Braunschweigerin, "super, dass wir das mal in der Vorrunde testen konnten."

Das deutsche Team brauchte eine Einzelaktion, um in Führung zu gehen, als Silke Müller bei einem Solo im Schusskreis gefoult wurde und Rinne die anschließende Ecke zu ihrem sechsten Turniertreffer verwandelte. Allerdings verweigerten die Schiedsrichter der DHB-Auswahl bereits in der sechsten Minute einen klaren Siebenmeter, als Natascha Keller gefoult wurde.

Deutsche Abwehr nicht zu knacken

Auch nach dem Seitenwechsel setzten die Britinnen das deutsche Team unter Druck und hatten einige gute Chancen. Die deutsche Abwehr um die überragende Innenverteidigerin Tina Bachmann und Torfrau Frank war aber mit etwas Glück auch im dritten Turnierspiel nicht zu bezwingen. Entlastung durch Konter gab es in der Schlussphase nur noch selten, sodass die Partie schließlich zu einem Zitterspiel mit einem guten Ende wurde. "Ich hätte mir gewünscht, dass wir bei den Kontern etwas durchschlagskräftiger gewesen wären", sagte Weise, "aber wir stehen jetzt im Halbfinale und haben noch einige Spielerinnen, die sich noch steigern können. Das ist keine schlechte Position."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%