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Hoeneß lobt Klinsmann - Amateure fordern DFB-Elf

Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat nach Ansicht von Bayern-Manager Uli Hoeneß die Erwartungen im ersten Jahr seiner Amtszeit deutlich übertroffen.

dpa MüNCHEN. Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat nach Ansicht von Bayern-Manager Uli Hoeneß die Erwartungen im ersten Jahr seiner Amtszeit deutlich übertroffen.

"Wenn mir vor einem Jahr einer gesagt hätte, dass die Nationalmannschaft heute da steht, wo sie steht, hätte ich das nie geglaubt", sagte der Manager des FC Bayern München. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft habe beim Confederations Cup vollauf überzeugt. "Sie spielt herzerfrischenden Fußball, der Spaß gemacht hat. Das deutsche Publikum lechzt nach solchem Fußball", lobte Hoeneß. Trotzdem warnte er vor zu hohen Erwartungen bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr: "Wir müssen aufpassen, dass wir bei aller Euphorie realistisch bleiben."

Insbesondere die Defensiv-Leistung müsse verbessert werden, betonte Hoeneß: "Man darf mit Hurra-Fußball nicht immer drei Tore kassieren, weil man nicht immer vier schießen wird. Gut, dass wir noch ein Jahr Zeit haben." Für den Weltmeister von 1974 bleibt Rekord-Champion Brasilien erster Anwärter auf den Titelgewinn 2006. "Was die Brasilianer spielen können, wenn sie Ernst machen, haben wir im Endspiel gegen Argentinien gesehen", sagte Hoeneß. Gastgeber Deutschland hatte hinter Brasilien und Argentinien Platz drei belegt.

Als Konsequenz aus den Erfahrungen beim Confed-Cup erwägt Klinsmann einige Änderungen in der WM-Vorbereitung. Er will womöglich eines der drei vorgesehenen Länderspiele am 27. und 31. Mai sowie 3. Juni 2006 streichen. "Wir haben gesehen, dass die Trainingseinheiten wahnsinnig wichtig sind. In der Vorbereitung auf den Confed-Cup konnten sie nicht so gut durchgezogen werden, weil es zu viele Spiele gab. In der Zeit vom 15. Mai bis 3. Juni 2006 kann man intensiv arbeiten - das ist nicht so viel. Da muss man überlegen, ob man ein Länderspiel weniger macht", erklärte Team-Manager Oliver Bierhoff. Es mache keinen Sinn, "mit müden Beinen" Länderspiele zu bestreiten, so Bierhoff: "Wir wollen lieber spielen, wenn die Spieler aus dem kleinen Loch herauskommen, also lieber am Ende als am Anfang."

Der Ort für das Trainingslager ist noch nicht ausgewählt, aber es wird in einem Nachbarland stattfinden. "Schweiz, Österreich sind da schon gut", bemerkte Bierhoff. Beide Länder seien nicht weit weg und es gebe keine klimatischen Umstellungen. Eine Änderung ist schon so gut wie beschlossen: "Was wir im Nachhinein anders machen würden, ist, gleich zu Vorbereitungsbeginn ein öffentliches Training zu machen, einen richtig großen Fan-Tag."

Dieser soll am 15. Mai mit einer Spielverpflichtung verbunden werden. "Das WM-Organisationskomitee veranstaltet einen Wettbewerb, bei dem es für Amateurteams Spiele gegen einen Bundesligisten, einen Zweitligisten sowie als Top-Preis eine Partie gegen die Nationalmannschaft zu gewinnen gibt. Dieses Spiel bestreiten wir am ersten Tag unseres Treffens vor der WM", verriet Bierhoff.

Zu den großen Gewinnern des Confed-Cups zählt Hoeneß die beiden Bayern-Profis Bastian Schweinsteiger und Sebastian Deisler, die sich zu "festen Größen" entwickelt hätten. "Für Deisler freue ich mich ganz besonders. Er hat sich immer mehr nach vorne gespielt", sagte Hoeneß. Die Entwicklung des 20-jährigen Schweinsteiger mache ihn "sehr stolz". Er habe sich "unglaublich nach vorne gespielt".

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