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Hondo: "Ich hoffe auf eine zweite Chance"

Bei der Tour de France ist er zum Zuschauen verdammt, für 2006 hofft Danilo Hondo dennoch auf ein Comeback beim Team Gerolsteiner. "Ich werde am Mittwoch mit Mitgliedern des Vorstandes darüber reden", so der 31-Jährige.

Während seine ehemaligen Teamkollegen derzeit bei der Tour der France im Einsatz sind, bleibt dem wegen Dopings bis zum 31. März 2006 gesperrten Danilo Hondo nur die Rolle des Zuschauers. Kein Wunder also, dass der Radprofi auf ein Comeback beim Team Gerolsteiner hofft. Entsprechende Gespräche mit Vertretern des Getränkekonzerns kündigte der im April bei dem Eifel-Rennstall entlassene Brandenburger an.

Gespräch für Mittwoch angekündigt

"Ich werde am Mittwoch mit Mitgliedern des Vorstandes darüber reden", sagte der frühere deutsche Straßenmeister in einem Interview im Rahmen der ARD-Tour-Berichterstattung. Für Hondo ist der bei ihm entdeckte Dopingbefund immer noch rätselhaft. Der in Ascona lebende Sprintstar akzeptiert jedoch die einjährige Sperre des Schweizer Verbandes und befürwortet ausdrücklich den Anti-Dopingkampf.

"Ich befürworte dieses Kontrollsystem. Ich habe immer hinter der Arbeit der Dopingkontrolleure gestanden, auch wenn ich jetzt nicht erklären kann, wie ich ohne mein Zutun selbst in Doping verwickelt bin. Gutmachen kann ich jetzt auch nichts mehr, ich hoffe auf eine zweite Chance", sagt Hondo.

Rückkehr frühestens am 1. April 2006

Der einstige Telekom-Teamkollege von Jan Ullrich und Erik Zabel beteuert weiter seine Unschuld, sieht aber keine Chance, das zu beweisen. "Zu Dopingfällen habe ich immer gesagt - Was für ein Idiot muss das sein? - jetzt bin ich selber betroffen, obwohl ich immer probiert habe, alles hunderprozent richtig zu machen". Hondo kann nach seiner Sperre frühestens am 1. April 2006 zu einem Protour-Team zurückkehren, sollte der Weltverband UCI keine Vorbehalte anmelden.

Der 31-Jährige aus Guben war Anfang März während der Murcia-Tour zweimal positiv auf das Aufputschmittel Carphedon getestet und nach der Bestätigung durch die B-Proben bei Gerolsteiner entlassen worden. Teamchef Hans-Michael Holczer hatte erklärt, man wolle prüfen, "ob wir Danilo eine zweite Chance geben können".

© SID

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