Hungerast bei Winokurow
„Ulles“ Durchhalteparolen

Nach seinem 13. Platz auf der zehnten Etappe der Tour de France zwischen Grenoble und Courchevel wollte Jan Ullrich vom Team T-Mobile seine Blessuren nicht als Entschuldigung gelten lassen.

HB COURCHEVAL. "Die Sturzfolgen haben mich ein bisschen gehandicapt, aber auch ohne den Unfall wäre der Rückstand heute sicher nicht geringer gewesen. Immerhin war es kein Rieseneinbruch. Auch im Vorjahr bin ich bei der Tour zum Schluss immer stärker geworden - Ich gebe nicht auf", sagte Ullrich. Ein Lob erhielt "Ulle" von seinem Betreuer Rudy Pevenage. "Für mich hat Jan Ullrich eine große Leistung gezeigt. Wer mit diesen Schmerzen so weit vorn fährt, muss gut in Form sein." Angesichts des bisherigen Tour-Verlaufs und des Abstand von inzwischen mehr als vier Minuten auf den US-Amerikaner hört sich das alles allerdings mehr nach Durchhalteparolen an, denn nach der festen Überzeugung, Armstrong wirklich noch einmal in Schwierigkeiten bringen zu können.

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Ein Gutes hatte die Etappe dann aber doch noch für Ullrich: Zumindest die Diskussion um die Kapitänsrolle bei T-Mobile dürfte ad acta gelegt sein. Denn mehr noch als der Kapitän war sein interneer Herausforderer am Dienstag eimngebrochen: Deutlich früher als Ullrich hatte bereits der hochgehandelte Alexander Winokurow den Kontakt zur Spitze verloren und büßte 5:18 Minuten auf den neuen Gesamt-Führenden Lance Armstrong ein. "Ich kann mir das nur mit einem Hungerast erklären. Normalerweise hat Alex das Niveau der besten vier", erklärte T-Mobile-Teamarzt Dr. Lothar Heinrich.

Auch Jörg Jaksche vom Team Liberty Seguros konnte am Ende nicht mehr mithalten. Bis zehn Kilometer vor dem Ziel war der Ansbacher noch an der Spitze gefahren. "Das letzte Stück war extrem schwierig. Aber das war abzusehen. Armstrong ist ganz klar der Beste", sagte Jaksche.

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