Im Gespräch mit: Pat McQuaid
„Die spanische Justiz blockiert uns“

6 000 Seiten umfassen die Akten des spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes, 58 Fahrer stehen darin. Nutzen können die Verbände die Unterlagen aber nicht. Pat McQuaid, der Präsident des Weltradsportverbandes, über die mühsame Aufarbeitung des Dopingskandals.

Mr. McQuaid, vor dem Gipfeltreffen am gestrigen Dienstag zwischen dem Weltverband UCI und den Pro-Tour-Teams waren die Erwartungen groß, dass mehr Fahrer als Kunden des spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes identifiziert würden. Sie haben die Erwartungen nicht erfüllt.

Es ist weder unsere Aufgabe noch die der Pro-Tour-Teams, öffentlichen Erwartungen gerecht zu werden.

Waren die Erwartungen zu hoch?

Nein, ganz und gar nicht.

Ging es überhaupt um Namen?

Es gab kein Thema, dass wir nicht angesprochen haben. Also auch Namen.

Von Ivan Basso abgesehen, der in seiner Heimat wegen „versuchten Blutdopings“ für zwei Jahre gesperrt wurde, hat der Skandal für die darin verwickelten Fahrer immer noch keine Konsequenzen.

Bedauerlicherweise.

Die Fuentes-Akten sind 6 000 Seiten dick.

Uns liegen erst 1 000 vor. Seit Montag.

Wieso erst jetzt?

Uns blockiert die spanische Justiz. Sagen wir, dort schreiten die Dinge mit einer Geschwindigkeit von fünf Kilometer pro Stunde voran, wenn sie sich überhaupt bewegen. Wir können überhaupt nichts tun, die Mehrzahl der 58 Fahrer auf der Fuentes-Liste sind nun einmal Spanier.

Gerüchte zufolge sollen es über 100 Fahrer sein.

58 sind es, weitere Namen sind nicht aufgetaucht.

Der spanische Verband wurde immer wieder kritisiert, dass er zu wenig tut, um seine Fahrer zur Rechenschaft zu ziehen.

Man kann das so sehen. Dann darf man aber auch nicht unterschlagen, dass sie nichts in der Hand haben.

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