Inter und Barca bauen Superserien aus
Eklat in Barcelona

Inter Mailand und der FC Barcelona haben ihre Superserien ausgebaut und wie der der erstmals in England siegreiche AC Mailand Kurs auf das Champions-League-Viertelfinale genommen. Doch unschöne Vorfälle haben den Start der k.o-Runde der Königsklasse überschattet.

HB HAMBURG. Milans Teamarzt Armando Gozzini konnte den Premieren-Erfolg seines AC auf der Insel bei Manchester United (1:0) nicht verfolgen, weil er wegen obszöner Vorfälle vorübergehend verhaftet wurde. Chelsea-Coach José Mourinho erwies sich nach dem 1:2 bei "Barca" als schlechter Verlierer und verweigerte seine Teilnahme an der Pressekonferenz. Während Barcelona dadurch zum 28. Mal bei 29 Heimspielen gegen Clubs aus England unbezwingbar war, ist Inters Lauf noch imposanter: Milans Stadtrivale blieb beim wertvollen 1:1 bei Titelverteidiger FC Porto nun sogar schon im 38. Pflichtspiel dieser Saison unbesiegt.

"Super-López! Das Spiel war ein einziger Monolog des FC Barcelona. Allein um des guten Fußballs Willen muss Barça ins Viertelfinale kommen", schrieb "El Mundo Deportivo". Ausgerechnet der bisher kaum berücksichtigte Wintereinkauf Maxi Lopez wurde zum Matchwinner: Nach Bellettis Eigentor (33.) sorgte der Argentinier für das 1:1 (67.) und bereitete Samuel Eto'os Siegtreffer (73.) vor. "López, der Maxi- Crack", schrieb "Sport" nach dessen 33-Minuten-Einsatz. Das "ultra- defensive Chelsea" ("Marca") bekam dagegen viel Kritik ab. "El Mundo Deportivo": "Es ist schon traurig, wenn ein Team 300 Mill. Euro kostet, aber nicht mehr bringt als der Letzte der Primera Division."

Während Trainer Frank Rijkaard ("Ich bin stolz auf meine Spieler") sich gute Chancen für das Rückspiel am 8. März ausrechnet, "verkroch sich mit der Ausrede eines angeblichen Zwischenfalls" ("El Periódico") Mourinho nach der Partie. Chelsea kündigte eine Klage bei der Uefa an, nannte aber offiziell keine Details. Die spanische Presse berichtete, Rijkaard soll Schiedsrichter Anders Frisk (Schweden) auf dem Weg in die Kabine "freundlich angesprochen" haben. Daraufhin erhoben Chelsea-Betreuer lautstarken Protest. Sie befürchteten, dass Rijkaard den Referee beeinflussen wollte. Dabei soll es zum Gerangel zwischen Betreuern beider Teams gekommen sein.

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