Internationale Presse zur Wahl Londons als Olympia-Stadt 2012
Pressestimmen: „Coes größter Olympia-Sieg"

„Berner Zeitung“: „Für die Londoner zahlte es sich rückblickend aus, dass sie vor einem Jahr in der größten Krise ihrer Kandidatur Sebastian Coe zum Chef ihres Bewerbungskomitees gemacht hatten. Coe, einst ein brillanter Mittelstreckler und heute ein ebenso brillanter Rhetoriker, überzeugte erst die Kritiker im eigenen Land, ehe er in einem fulminanten Endspurt auch die IOC-Delegierten aus aller Welt in seinen Bann zog. Paris hatte zwar das beste Dossier - London aber hatte Coe.“

„Neue Zürcher Zeitung“: „London ist aber eine gute Wahl. Ein Entscheid für die Angelsachsen mit ihrem starken Wirtschaftsraum, dem vergleichsweise klaren politischen Kurs und dem traditionellen Sport- Flair - und gegen die Grande Nation. Wie der abermals geohrfeigte Chirac auch diese Schlappe seinen Landsleuten erklären will, bleibt sein Geheimnis. Dass er vergangenes Weekend in Kaliningrad die Präsenz Putins und Schröders zur verbalen Verunglimpfung der Briten nutzte, fällt als schwerer Fehler auf ihn zurück.“

„Basler Zeitung“: „L'amour des jeux - mit diesem Slogan warb Paris vor der (...) Vergabe der Olympischen Spiele 2012. Diese Liebe der Pariser zu Olympia dürfte nun auf Jahrzehnte hinaus erloschen sein. Anders als bei den zuvor gescheiterten Bewerbungen von Paris ist die neuerliche Pleite unverständlich. Und dazu ein durch und durch unsportlicher Entscheid. Die Siegerstadt London mag hip sein und in Cheforganisator Sebastian Coe einen brillanten Verkäufer haben - sie ist jedoch nur die zweitbeste Wahl.“

„Tages-Anzeiger“: „Nahezu geschlossen traten die führenden Politiker in Singapur zum Lobbying an. Die Präsentationsvideos wurden von Starregisseuren wie Luc Besson (Paris) oder Steven Spielberg (New York) gestaltet. Allein die Kandidaturen von Sieger London und seinen gescheiterten Herausforderern Paris, Madrid, New York und Moskau haben gegen 200 Millionen Franken (127 Millionen Euro) verschlungen. Allem Anschein nach aber ist das der Preis, den das Millionengeschäft Olympia für seine ungebremste Popularität zu zahlen hat.“

„Tribune de Genève“: „Paris und seine Unterstützer haben gestern eine Niederlage mit unermesslichen Folgen erlitten. Die Bitterkeit ist genauso groß, wie die Hoffnungen, die durch ein Projekt erweckt wurden, das die Teilnahme der ganzen Nation für sich gewonnen hatte. Und da liegt vermutlich der Hauptirrtum einer Kandidatur, die zu sehr die Vorteile von Frankreich gerühmt hat, statt sich auf die einer Stadt zu konzentrieren.“

„Blick“: „Jetzt ist er für die Briten unsterblich. 1980 in Moskau und 1984 in Los Angeles war Sebastian Coe Olympiasieger über 1500 m geworden. Gestern holte er als Chef des englischen Kandidatur- Komitees die Olympischen Spiele 2012 nach London. Es ist Lord Sebastian Coes größter Olympia-Sieg.“

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