Interview
Lieber spielen

SAP-Gründer Dietmar Hopp über das Golfen und sein eigenes neues Golf-Resort im Hinterland der Côte d?Azur.
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Herr Hopp, am 12. Mai ziehen Sie sich aus dem Aufsichtsrat von SAP zurück. Nach Terre Blanche? Spielen Sie dann nur noch Golf?

Wenn ich zweimal in der Woche zum Spielen komme, dann bin ich schon froh. Mehr schaffe ich nicht, da ich noch eine Vielzahl von Aktivitäten habe, die meine Zeit in Anspruch nehmen.

Wozu haben Sie dann Terre Blanche gemacht?

Wir hatten ein sehr schönes Haus in einem Club in Spanien. Aber als das dortige Hotel ausgebaut wurde, war der Club bald sehr stark überlaufen. Das Golfspielen hat keinen Spaß mehr gemacht. Mir liegt es nicht, sechs Stunden auf dem Platz zu stehen und zu warten. Ich bin ein relativ ungeduldiger Spieler. Das hat den Ausschlag gegeben, zu sagen: "Komm, schaff mal ein eigenes Resort, das du so gestalten kannst, wie es den Golfern gefällt."

Wie sind Sie auf Terre Blanche gestoßen?

Eigentlich zufällig. Ein befreundeter Architekt hat mich auf das Gelände, das auch mal Sean Connery gehörte, aufmerksam gemacht. Dann waren wir 1997 das erste Mal da. Da habe ich noch abgewinkt. Ein Jahr später haben die Besitzer einen erneuten Anlauf gemacht, da war es dann wesentlich günstiger zu bekommen, denn es handelte sich um eine Konkursmasse einer schwedischen Bank. Dann habe ich mich, sagen wir mal, überreden lassen.

Es heißt, Sie reisen nicht gerne durch die Gegend. Sind am liebsten zu Hause...

...Ich übernachte nicht gerne in Hotels, das ist richtig. Das viele Gepäck, die Umstände und immer ein anderes Zimmer. Ich reise gerne dorthin, wo ich ein Haus habe. Eines habe ich in Naples, Florida, wo ich im hiesigen Winter echten Sommer habe. Und nun ist Terre Blanche dazugekommen. Grundsätzlich ist das Wetter natürlich viel besser als bei uns zu Hause in Heidelberg.

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Fliegen Sie denn auch schon mal spontan hinunter, wenn das Wetter hier nicht passt?

Das nicht. Aber es ist durchaus denkbar, dass ich mich auf den Weg mache, wenn ich sehe, dass hier in Deutschland eine Schlecht-Wetter-Periode kommt. Wenn ich dann keine Termine habe, dann nutze ich das, um mal ein paar Tage nach Terre Blanche zu entwischen.

Was gefällt Ihnen denn dort so?

Es war zum einen die Chance, einen Platz, oder zwei Golfplätze zu bauen, die sofort fertigen Baumbestand haben, denn die 286 Hektar waren ja Wald. Man konnte uneingeschränkt aus dem Wald herausnehmen, was man brauchte, um die Golfplätze zu bauen. Und wenn Sie sich die Plätze anschauen, dann könnten das Plätze sein, die schon 30 oder 40 Jahre existieren. Zum anderen ist die Umgebung sehr schön, die Dörfer wie Tourrettes, Fayence oder Callian.

Mit dem Glamour der nahe liegenden Côte haben diese aber nicht viel zu tun!

Das ist ja das Schöne.

Fahren Sie denn mal gelegentlich an die Küste, nach St. Tropez oder Cannes?

Nein, ich bleibe lieber vor Ort.

Sie lassen Sich dort auf dem Gelände gerade ebenfalls ein Ferienhaus bauen. Wer sind denn Ihre Nachbarn?

Ich kann Ihnen da keine spektakulären Namen nennen. Es sind einige Menschen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis dabei. Es hat mich gewundert, dass Michael Schumacher, der in der Nähe ein Grundstück gekauft hat, nicht in Terre » Blanche baut. Denn der Sicherheitsaspekt hat dort einen hohen Stellenwert. Aber vielleicht hat er ja viel früher geplant.

Eines können Sie aber bestimmt verraten: Sind es alles Golfer?

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