IOC wählt Bach zum Präsidenten
Der Herr der Ringe

Der neue IOC-Präsident ist ein Deutscher: Thomas Bach hat die Wahl des Olympischen Komitees gewonnen. Und er könnte nicht der einzige deutsche Funktionär in einer Spitzenfunktion eines internationalen Verbands bleiben.
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Düsseldorf/Buenos AiresFranz Beckenbauer hatte angekündigt, für den Sieg von Thomas Bach zu beten. Die Bundesregierung wünschte in einer offiziellen Stellungnahme „alles Gute“. Und auch die deutschen Fechter drückten dem Olympiasieger von 1976 die Daumen.

Die Unterstützung hat offenbar geholfen: Thomas Bach ist am Dienstagabend zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt worden. Bei der Wahl erreichte er im zweiten Wahlgang die absolute Mehrheit. Bach setzte sich souverän mit 49 Stimmen vor Richard Carrion aus Puerto Rico (29), Ser Miang Ng aus Singapur (6), dem Schweizer Denis Oswald (5) und Sergej Bubka aus der Ukraine (4) durch. Wu Ching-Kuo aus Taiwan war bereits in der ersten Wahlrunde auf der Strecke geblieben.

Der Wirtschaftsanwalt ist damit der erste Deutsche, der die mächtigste Position im Weltsport übernimmt – und könnte damit einen Trend gesetzt haben. Denn auch für andere Positionen in den großen internationalen Sportverbänden sind deutsche Funktionäre im Gespräch.

Allen voran etwa DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, der vor der Wahl seine „absolute Überzeugung“ darüber kundtat, dass Bach die „ideale Besetzung“ an der Spitze des IOC wäre. Auch Niersbach selbst wird für einen internationalen Posten gehandelt. Der bisherige Uefa-Präsident Michael Platini könnte 2015 an die Spitze des Fußballweltverbandes FIFA rücken. Dann würde der Chefposten auf europäischer Ebene frei – und Niersbach könnte kandidieren.

Der DFB-Präsident selbst reagiert auf die Frage zu einer möglichen Kandidatur stets ausweichend. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ im Juli sagte er, die Dinge müssten Schritt für Schritt gemacht werden. „Ich denke, wir erhalten im September beim Uefa-Meeting in Dubrovnik Klarheit, wie wir uns in Richtung FIFA aufstellen und auch, was Michels Ambitionen angeht. Danach sieht man klar und kann klarer reden“, so Niersbach. Es ehre ihn, wenn in diesem Zusammenhang sein Name falle. „Aber damit beschäftige ich mich derzeit keine Sekunde“, sagte der DFB-Präsident. Deutlich offensiver äußerten sich andere. Ligapräsident Reinhard Rauball empfahl Niersbach „dringend“, eine Bewerbung abzugeben, sofern der Posten frei würde. Niersbach habe definitiv die Qualitäten, das Amt zu erfüllen. Auch Franz Beckenbauer hält den DFB-Chef für einen „geeigneten Nachfolger“ Platinis.

Der Kaiser selbst wird auch immer wieder mit einer hohen Position im Weltfußball in Verbindung gebracht – ausgerechnet mit dem Chefposten bei der FIFA. Beckenbauer hat den Spekulationen allerdings eine klare Absage erteilt: In diesem Leben würde er definitiv nicht mehr FIFA-Präsident werden, sagte er dem Sportsender Sky.

Mit Karl-Heinz Rummenigge wurde zudem gerade erst ein Deutscher in einem Sportverband im Amt bestätigt. Die Generalversammlung der Europäischen Klub-Vereinigung (ECA) hat den Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern München für weitere zwei Jahre wiedergewählt. Rummenigge hat das Amt seit 2008 inne. In den nächsten zwei Jahren will er den Stellenwert des Clubfußballs im Weltfußball erhalten.

Mit Thomas Bach steht nun ein Deutscher an der Spitze eines der mächtigsten Sportverbände der Welt. Doch die Erfüllung seines Ziels ist auch mit schweren Aufgaben verbunden.

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Krönung von Bachs Karriere

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  • ARD und GEZ - ein Sumpf der Korruption.

    Propagandasteuerstreik!

    Korruptes System wegfegen - NPD wählen!

  • Natürlich hat der FAZ-Artikel für ein besonderes und ungewöhnlich hohes Aufsehen gesorgt, das die Leute im Volk sehr beschäftigte und auch stark erzürnte! Die mächtige Medienanstalt ARD hat dabei (vielleicht unbemerkt) die Grenze nicht ganz überschritten, weil man ihr nicht nachsagen kann, die Hälfte aller deutschen dorthin akkreditierten Medienvertreter gesendet zu haben.

    Thomas Bach wird zukünftig besonders Wert darauf legen müssen, seine berufliche Tätigkeit von seinen vielseitigen Ehrenämter zu trennen. Für ihn hat der Ort der Wahl natürlich bereits zum zweiten Mal ein regelrechtes Glücksgefühl verursacht, da er als aktiver Degenfechter bereits 1977 nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von 1:7 noch den WM-Mannschaftstitel gegen Italien holte!

    Wenn er die weltweit bekannten Probleme des Sportes zukünftig etwas besser anpackt als sein belgischer Vorgänger Rogge, würden viele Freunde des globalen Sportes ebenfalls Glücksgefühle haben.....


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    Lesenswert: 34 Reporter von ARD waren auch dabei:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/vierundddreissigfach-in-buenos-aires-die-meilensammler-der-ard-12566390.html
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    Nicht zu fassen.


    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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