Ironman in Hawaii „Triathlon macht fitter, gesünder und athletischer“

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„Ein Hobbyathlet braucht fünf Jahre Training für einen Ironman“

Schafft das auch ein Hobbysportler, der Laufen, Schwimmen und Radfahren kann?
Ja. Wenn man sich die Starterfelder beim Triathlon ansieht, sind Profis eine ganz klare Minderheit. Die Lebensläufe der Starter belegen, dass sich viele auch im Job besonders fordern. Oft sind es Manager, die weit mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten. Solche Menschen wollen auch privat Überdurchschnittliches leisten. Als reiner Hobbyathlet, der erst im Alter mit Ausdauersport angefangen hat, sollte man jedoch schon mit fünf Jahren Vorbereitung rechnen, um einen Ironman auf gesunde Art vor dem Besenwagen zu bewältigen.

Wie bereitet man sich auf solch ein Event vor?
Langfristig! Man beginnt mit dem Training für kürzere Triathlons wie Jedermann-Triathlons im ersten Jahr: 200 Meter Schwimmen, fünf Kilometer Radfahren und 1500 Meter Laufen. Im 2. und 3. Jahr könnte es die olympische Distanz sein, also 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer auf dem Rad und ein Zehn-Kilometer-Lauf. Danach sollte man ungefähr zwei Jahre die Halbdistanz als längsten Wettkampf absolvieren. Erst danach macht es Sinn, einen Ironman in Angriff zu nehmen.

Der Sport, die Marke und das Geschäft
Sieg beim Kulttriathlon
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Im bayerischen Immenstadt feierte Triathlon-Star Jan Frodeno im August einen weiteren Sieg über die Mitteldistanz. Beim Allgäu-Triathlon meisterte er die Distanz von 1,9 Kilometer Schwimmen, 84 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen in drei Stunden und 49 Minuten. Er erreichte den besten Schwimm- und Radsplit sowie die zweitbeste Laufzeit des Tages und kann sich fortan Deutscher Meister nennen. Frodeno startete im Allgäu im Rahmen seiner Vorbereitung auf die Ironman-Weltmeisterschaft Mitte Oktober auf Hawaii, den er unter anderem 2016 gewann, wie dieses Bild zeigt.

Extrembedingungen
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Beim Ironman World Championship Triathlon treten jedes Jahr im Oktober rund 1700 Athleten aus der ganzen Welt in der Lavawüste von Kona, Hawaii, gegeneinander an. Auf der Insel herrschen extreme klimatische Bedingungen – ein Grund, warum kaum ein Sportler hier seine Bestzeiten wiederholen kann.

Schwimmen
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Dazu kommen die legendären Distanzen. Eröffnet wird der Triathlon durch den Schwimm-Split. Nach dem Sprung in den Pazifik schwimmen die Teilnehmer 3,8 Kilometer.

Radfahren
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... dann fahren sie 180 Kilometer Rad, bevor auf die Profi- und Amateursportler die wohl größte Herausforderung wartet.

Laufen
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Mit einem Laufsplit in Marathon-Weite von 42,2 Kilometer schließt der Triathlon ab. Seit 1978 treten jedes Jahr die ambitioniertesten Athleten gegeneinander an. Im Premierenjahr waren es gerade mal 15 Starter, von denen 12 ins Ziel kamen.

Weltweite Rennen
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Doch neben dem Sport steht auch das Geschäft. Der Ironman ist eine Marke, die der World Triathlon Corporation (WTC) gehört. Die WTC vergibt Lizenzen für weltweit 25 Rennen. In Deutschland gibt es mit Regensburg und Frankfurt zwei Rennen. Wegen besonderer Vorgaben, an die die ausrichtenden Städte vertraglich gebunden sind, kommt regelmäßig ein hoher Organisationsaufwand zusammen. Daraus ergeben sich für die Teilnehmer teils Startgelder von bis zu 400 Euro. Im Gegensatz zum Hawaiianischen Original ist das aber noch vergleichsweise wenig: Dort zahlen die Teilnehmer etwa 1.000 US-Dollar Startgebühr.

Quelle: body-attack.de

Parallelveranstaltungen
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Außerdem gibt es seit 2006 in zahlreichen Städten einen "Ironman-Light" über die halbe Ironman-Distanz. Die Rennserie 70.3, hier in Budapest, beträgt dann 70,3 Meilen. In Deutschland gibt es den Ironman 70.3 Germany in Wiesbaden. Ein Beweis für die Popularität sind auch die zahlreichen Ableger und Parallelveranstaltungen: Neuere Serien wie etwa die Challengeserie, den TriStar-Rennen sowie alte traditionsreiche Rennen sind ebenfalls sehr beliebt. Vor allem sind hier die Startgelder und Teilnehmerzahlen nicht so hoch. Der heilige Gral der meisten Triathleten ist und bleibt jedoch das legendäre Rennen auf Hawaii.

Worauf sollten die Sportler achten?
Auf die Technik! Die wenigsten kommen vom Schwimmen, weshalb viele dort mit der Technik kämpfen. Es ist essenziell, das Schwimmen von der Pike auf zu lernen. Technikprobleme lassen sich schwer eliminieren, wenn man bereits jahrelang mit schlechter Technik geschwommen ist. Dasselbe gilt für das Laufen. Wer technisch gut schwimmt und läuft, muss nicht nur deutlich weniger trainieren, sondern tut auch seiner Gesundheit einen Gefallen, insbesondere im Laufen. Auf dem Rad ist es wichtig, gut zu sitzen, das heißt eine ergonomische Position zu finden, die einem eine gute Kraftübertragung erlaubt und dabei nicht zu sehr den Wind fängt. Diese Haltung beugt Rücken- und Knieproblemen vor.

Wie schwierig ist es, drei verschiedene Sportarten hintereinander zu absolvieren?
Schwerer als gedacht. Im Training darf man daher das Koppeltraining nicht vergessen. Es sollten immer wieder in direkter Folge trainiert werden: zum Beispiel zwei Stunden Ausfahrt, direkt gefolgt von einem Fünf-Kilometer-Tempodauerlauf. Die große Kunst im Triathlon ist es, trotz der Vorbelastung auch schnell radfahren und schnell laufen zu können. Auf den kurzen Distanzen ist die Wechselzone die vierte Sportart. Schnell zu wechseln kann hier nicht nur viele Sekunden, sondern Minuten sparen.

Wie senkt man das Verletzungsrisiko?
In keiner Sportart darf Kraft/Stabilisierungstraining fehlen sowie Mobilisierung. Dadurch wird man nicht nur schneller, man ist auch weniger verletzungsanfällig und kann effizientere Bewegungsabläufe umsetzen, das heißt man ist schneller mit dem gleichem Trainingsumfang.

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1 Kommentar zu "Ironman in Hawaii: „Triathlon macht fitter, gesünder und athletischer“"

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  • ..."man fühlt sich gesunder".

    Das ist wirklich eine ehrliche Antwort, "man fühlt sich gesunder" und nicht, "man ist gesunder", denn Extremsport und Leistungssport macht Spaß, ist aber nicht gesundheitsfördernd.

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