Ironman in Hawaii
„Triathlon macht fitter, gesünder und athletischer“

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„Locker bleiben und den Sport nicht zu ernst nehmen“

Kann man eigentlich noch alles essen, wenn man sich auf einen Ironman vorbereitet?
Das hängt ganz vom eigenen Ehrgeiz ab. Profis sollten auf ihre Ernährung achten. Die eine oder andere Pizza ist aber schon drin. Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig wie bei allen Menschen. Wer sehr ambitioniert trainiert und sich zum Beispiel für Hawaii qualifizieren will, sollte die Ernährung dem Training anpassen.

Ernährung an das Training anpassen? Was heißt das?
Grundsätzlich gilt: Je mehr Sport man macht, desto mehr kann und muss man essen. Ausgewogen sollte jeder essen. Von allem etwas. Auch mal Eis zu essen, Pommes oder Pizza, das schadet nicht. Man sollte sich nur nicht hauptsächlich davon ernähren. Viel Obst und Gemüse ist wichtig. Die Ernährung hat natürlich einen Einfluss auf das Körpergewicht und den Körperfettanteil. Man darf aber nicht vergessen, dass auch dünne Athleten davon profitieren, sich gesund zu ernähren. Die Auswirkungen auf die Erholung, die Belastbarkeit und das Immunsystem sind enorm.

Futtern eiserne Triathleten auch so viele Nahrungsergänzungsmittel wie manche Bodybuilder?
Nein. Hier und da Vitamine, Aminosäuren oder Ähnliches zu ergänzen schadet nicht. Am besten ist es aber immer, die Nährstoffe natürlich zuzuführen und so wenig Synthetik wie möglich in der Ernährung zu haben. Heutzutage gibt es unzählig viele natürliche Nahrungsergänzungsmittel. Dies ist eine Wissenschaft für sich.

Wie überwinden die Sportler die Tiefen, die immer wieder kommen – im Training und auch beim Event selbst?
Jeder muss Tiefen überwinden. Es gibt keine Abkürzungen. Genau das macht die großen Athleten aus, aber genauso Hobbysportler. Ein physiologisches Jahrhunderttalent wird nie Weltmeister, wenn er oder sie zweifelt, zu sensibel ist und sich immer wieder von Rückschlägen mental aus der Bahn werfen lässt.

Gilt beim Extremsport die Devise: Durchhalten, koste es, was es wolle?
Nein, eine gewisse Lockerheit ist enorm wichtig. Den Sport nicht zu ernst zu nehmen, ist wichtiger als man denkt. Zu viel Leidenschaft ist auch nicht gesund, denn Emotionen kosten Energie. Da bricht schnell das Herz, wenn etwas nicht nach Plan verläuft. Depressionen sind nicht selten unter Hochleistungssportlern.

Ist der Freizeitsportler seelisch stabiler?
In der Tat, Hobbyathleten haben den Vorteil, dass sie ihren Beruf haben, der ihnen automatisch eine gewisse Balance gibt. Von sportlichen Leistungen finanziell abhängig zu sein bringt unglaublichen Druck. Dies muss man, so gut es geht, ignorieren, damit die Last nicht zum Damoklesschwert wird, sondern positive Motivation bringt, den inneren Schweinehund zu bekämpfen.

Kommentare zu " Ironman in Hawaii: „Triathlon macht fitter, gesünder und athletischer“"

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  • ..."man fühlt sich gesunder".

    Das ist wirklich eine ehrliche Antwort, "man fühlt sich gesunder" und nicht, "man ist gesunder", denn Extremsport und Leistungssport macht Spaß, ist aber nicht gesundheitsfördernd.

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