Ironman in Hawaii
„Triathlon macht fitter, gesünder und athletischer“

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„Wenn der Kopf nicht fit ist, ist auch der Körper nicht bereit“

Wie kann man sich aufmuntern, wenn es mal nicht läuft?
Sport ist am Ende nicht ganz so wichtig. Die Erde dreht sich weiter, auch wenn es mal nicht ganz so rund läuft. Zu denken, dass die anderen mindestens genauso leiden, wie man selbst, hilft vielleicht auch schon. Oder das kalte Bier im Ziel zu visualisieren oder die offenen Arme der Familie. Fokus auf das Ziel zu legen anstatt auf die Schmerzen, die man in dem Moment spürt, ist enorm wichtig.

Wie merkt man, dass es besser ist aufzugeben?
Besonders erfolgreiche Athleten wissen, wann der innere Schweinehund spricht und wann die Vernunft. Es ist nicht immer gut, sich durchzukämpfen. Dieses Gefühl für sich selbst zu entwickeln, dauert viele Jahre. Ältere Athleten trainieren tendenziell weniger als junge, weil sie sich schlechter regenerieren. Sie wissen auch, wann die Schwelle zum Übertraining erreicht ist und wann man eine Verletzung oder Krankheit riskiert. Das Selbstbewusstsein steigert sich oft mit dem Alter. Das hilft, um effizienter zu trainieren und besser genießen zu können. Sobald der Genuss da ist und die Endorphine steigen, wird auch die Leistung automatisch besser.

Kann man den Kopf genauso für den Triathlon trainieren wie Beine und Arme?
Ja. Viele Hochleistungssportler arbeiten mit Sportpsychologen zusammen. Der Kopf ist mindestens genauso wichtig wie der Körper. Wenn der Kopf nicht fit ist, ist auch der Körper nicht bereit, sein Potenzial auszuschöpfen.

Welche technische Ausstattung braucht man?
Beim Schwimmen sind in den meisten Rennen Neoprenanzüge erlaubt. Diese schützen vor Unterkühlung und verbessern die Wasserlage, was einen großen Einfluss auf die Schwimmgeschwindigkeit hat. Im Training macht es Sinn, mit Kurzflossen und Brettern verschiedene Technikübungen zu trainieren. Mit Neoprenanzug sollte man selten trainieren, da dieser oft die Technik verschlechtert. Theoretisch kann man mit jedem Fahrrad einen Triathlon bestreiten. Ein Rennrad ist das schnellste Fortbewegungsmittel durch die dünnen Reifen. Es muss nicht unbedingt Karbon sein, aber Karbon fährt sich besonders schnell und schön. Reine Anfänger können mit Laufschuhen auf normalen Pedalen beginnen, der Umstieg auf Klickies lohnt sich aber mittelfristig. Eine Brille schützt vor dem dem Wind, hinzu kommen Radhose und Radtrikot.

Was kostet der Spaß?
Schwimmbrille: circa 30 Euro. Neoprenanzug: 200 bis 700 Euro. Kurzflossen: circa 20-50 Euro. Rad: Karbonrennrad ab 2000 Euro bis circa 12.000 Euro. Gute gebrauchte Rennräder bekommt man ab 1000 Euro. Helm: 100 Euro. Brille: ab 50 Euro.

Wie viel Zeit pro Woche gehen für das Hobby drauf?
Mit drei bis fünf Stunden Training pro Woche lässt sich gut ein Jedermann-Triathlon bewältigen. Langdistanz-Hobbytriathleten trainieren mindestens zehn Stunden pro Woche. Profitriathleten kommen deutlich über 25 Stunden pro Woche, oft über 30 Stunden pro Woche. Hawaii-Starter aus den Altersklassen trainieren circa 15 bis 25 Stunden. Der Trainingsaufwand variiert über das Jahr. Je mehr Talent jemand hat und je besser die Technik im Bewegungsablauf, desto weniger Trainingsaufwand ist notwendig.

Kommentare zu " Ironman in Hawaii: „Triathlon macht fitter, gesünder und athletischer“"

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  • ..."man fühlt sich gesunder".

    Das ist wirklich eine ehrliche Antwort, "man fühlt sich gesunder" und nicht, "man ist gesunder", denn Extremsport und Leistungssport macht Spaß, ist aber nicht gesundheitsfördernd.

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