Ironman in Hawaii
„Triathlon macht fitter, gesünder und athletischer“

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„Wer nach Hawaii will, muss wie ein Halbprofi trainieren“

Leidet die Familie, wenn Triathlon mit großer Leidenschaft betrieben wird?
Wer nach Hawaii will, muss einen Aufwand betreiben, der einem Halbprofi gleicht. Oft leidet tatsächlich das Familienleben, weil die Leidenschaft nicht selten zum Exzess wird, gerade unter Langdistanz-Triathleten. Es hilft, wenn der Partner auch Triathlet ist. Es hilft aber auch dem Triathleten, wenn er seine Leidenschaft vielleicht doch nicht immer ganz so ernst nimmt und im Privatleben die notwendige Balance schafft. 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche an Triathlon zu denken ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern viel mehr noch emotional. Die Energie dafür ist genauso limitiert wie die körperliche.

Wie reagieren die Sportler auf Schmerzen – im Training und während des Events?
Das hängt vom Typen ab. Manche lieben den Schmerz der Erschöpfung. Andere machen langsamer, wenn es anstrengend wird. Verletzungsschmerz sollte ernst genommen werden und das Training direkt abgebrochen werden. Verletzungen, die nicht sofort auskuriert werden, ziehen sich oft lange hin.

Helfen Schmerzmittel?
Nein, ein erschreckender Trend ist in der prophylaktischen Einnahme von Schmerzmitteln zu sehen wie Ibuprofen. Hobbysportler wie Profisportler nehmen nicht selten diese Medikamente vor Rennen und selbst im Training ein, um folgende Schmerzen geringer zu halten. Dies ist absolut nicht ratsam. Eine regelmäßige Einnahme von Ibuprofen zum Beispiel schadet der Niere.

Wie oft verletzen sich Triathleten? Und wie schlimm sind Trainingspausen?
Triathleten sind im Vergleich zu Läufern relativ wenig verletzt. Die Vielseitigkeit der Sportart und damit die verbesserte Ganzkörperathletik hilft hier enorm. Grippen werfen einen meist zwei bis vier Wochen im Training zurück. Für Profisportler ist dies fast fatal. Sie brauchen genauso lange, um das Niveau zu erreichen, das sie vor der Grippe hatten. Es ist dennoch extrem wichtig, komplett auszusetzen, wenn man sich krank fühlt. Sehr schnell können Herzmuskelentzündungen entstehen, wenn man mit einem Infekt weiter trainiert.

Wie vermeidet man Erkrankungen?
Die Ernährung ist sehr wichtig, um ein starkes Immunsystem zu haben, sowie ausreichend Erholung, ausreichend Schlaf und vernünftige Kleidung. Insbesondere auf dem Rad und nach dem Schwimmtraining wird man schnell krank. Aber auch nach dem Laufen: direkt raus aus den verschwitzten Klamotten, ab in die Dusche und trockene, warme Klamotten anziehen.

Frau Kleinmann, vielen Dank für das Interview.

Zur Person

Larissa Kleinmann über sich: "2017 war das Jahr der starken Entwicklungen nicht nur für FLUGPHASE, sondern auch für ihre Gründerin. Eine umfangreiche Zusammenarbeit mit der Handelsblatt Verlagsgruppe begann, in der FLUGPHASE für den Handelsblatt Wirtschaftsclub sowie dem Wirtschaftswoche Club deutschlandweit Lauf & Networking Events konzipiert & umsetzt, um das legere Netzwerken und die persönliche Entwicklung der Verlagsabonnenten zu forcieren. Zum Grand Depart der Tour de France in Düsseldorf wurde auch Larissas Idee umgesetzt, eine Podiumsdiskussion am Düsseldorfer Flughafen zum Thema "Team & Führung- was Manager vom Profiradsport lernen können" zu führen. Rolf Aldag (Performance Director Team Dimension Data), Hanka Kupfernagel (8malige Weltmeisterin), Iwan Spekenbrink (Team Manager Sunweb), Sven Teutenberg (Event Direktor Grand Depart Düsseldorf), sowie Larissa gaben sich die Ehre, um aus dem Profiradsport Nähkästchen vor 150 Zuhörern zu plaudern."

Kommentare zu " Ironman in Hawaii: „Triathlon macht fitter, gesünder und athletischer“"

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  • ..."man fühlt sich gesunder".

    Das ist wirklich eine ehrliche Antwort, "man fühlt sich gesunder" und nicht, "man ist gesunder", denn Extremsport und Leistungssport macht Spaß, ist aber nicht gesundheitsfördernd.

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