sonstige Sportarten
Istaf soll WM-Stimmung vermitteln

Drei Wochen nach Ende der WM in Helsinki soll beim Internationalen Stadionfest (Istaf) heute in Berlin erneut weltmeisterliche Stimmung unter den Leichtathletik-Fans aufkommen.

Wenn heute (15:30 Uhr live im ZDF) das Internationale Stadionfest (Istaf) in Berlin beginnt, dürfen sich die Organisatoren bereits vier Jahre vor dem Start der Leichtathletik-WM über weltmeisterliche Stimmung im Olympiastadion freuen. Das letzte Golden-League-Meeting des Jahres präsentiert drei Wochen nach Ende der WM in Helsinki 13 Weltmeister, darunter in Diskuswerferin Franka Dietzsch (Neubrandenburg) auch die einzige deutsche Titelträgerin, sowie mehr als 40 WM-Medaillengewinner.

Dreispringerin Lebedewa kämpft um eine Million Dollar

Beim Kampf um den mit einer Million Dollar gefüllten Jackpot sind sie indes nur Statisten. Nach diesem kann nur noch die russische Dreispringerin Tatjana Lebedewa greifen. Feiert die 29-Jährige ihren sechsten Golden-League-Sieg in Folge, hätte sie als erste Frau nach Maria Mutola (Mosambik) 2003 das Geld alleine sicher. Ansonsten würde der Jackpot erstmals in der achtjährigen Geschichte der Veranstaltungsserie, zu der neben dem Istaf die Meetings in Paris, Rom, Oslo, Zürich und Brüssel zählen, nicht ausgeschüttet.

Die Veranstalter hoffen wie vor zwölf Monaten auf 60 000 Besucher. Damals war das Meeting im gerade renovierten Olympiastadion mit seiner blauen Bahn ein Meilenstein im Bewerbungsprozess um die WM, die ein Vierteljahr später in die deutsche Hauptstadt vergeben wurde. Am Sonntag wird nun schon für 2009 geprobt.

"Wir haben das Istaf als Mini-WM aufgebaut", erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Gerhard Janetzky. "Wir sind in dem Hotel, wo 2009 die Athleten quasi wie in einem Olympischen Dorf wohnen werden, und wir probieren das Transportwesen aus." Querverbindungen zum WM-Organisationskomitee gibt es allerdings noch keine. Dieses befindet sich noch im Aufbau.

Istaf kostet rund 2,2 Mill. Euro

Rund 2,2 Mill. Euro kostet das Istaf und ist damit wesentlich günstiger als die beiden Top-Meetings der Golden League in Zürich und Brüssel mit jeweils etwas mehr als drei Millionen. "Wir haben leider nicht deren Athleten-Budget. Aber bis 2009 wollen wir, was die Zuschauerzahlen angeht, das beste Meeting der Welt sein", sagt Janetzky.

Den Besucherrekord in der Serie hält seit Juli Paris, wo wenige Tage vor der Entscheidung über die Olympiastadt 2012 70 000 Menschen ins Stade de France strömten. Der absolute Leichtathletik-Weltrekord steht bei 112 524 und wurde bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney aufgestellt, als Cathy Freeman am 25. September zu 400-m-Gold stürmte.

Rein sportlich setzt das Istaf nicht nur auf ausländische Stars, sondern hat auch 38 deutschen Athleten einen Startplatz angeboten. "Wir verstehen uns als Leuchtturm für die deutsche Leichtathletik und geben deshalb vielen nationalen Athleten eine Chance", erklärt Janetzky.

Das Kugelstoßen der Frauen, bei dem die dreimalige Weltmeisterin Astrid Kumbernuss ihren Abschied feiert, findet bereits einen Tag zuvor in Elstal statt, wo bei den Olympischen Spielen 1936 die Athleten untergekommen waren. Dort veranstaltet die DKB-Stiftung für gesellschaftliches Engagement den zweiten "Tag im Olympischen Dorf".

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%