Jan Ullrich ist die klare Nummer eins
Team T-Mobile lässt auch Aldag zuhause

Das Radsport-Team T-Mobile hat am Mittwoch sein Aufgebot für die diesjährige Tour de France vorgestellt, die am 2. Juli beginnt. Neun Fahrer gehen für den Bonner Rennstall an den Start. Fehlen wird neben dem sechsfachen Träger des Grünen Trikots des Punktbesten, Erik Zabel, auch der Routinier Rolf Aldag.

gr BONN. Neben Aldag bleiben aus der Mannschaft auch der Russe Sergey Ivanov, der Spanier Paco Lara und der Niederländer Bram Schmitz außen vor. Alle vier hatte Team T-Mobile zunächst als Teilnehmer an die Tour-Veranstalter gemeldet - anders als Zabel. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass nur neun Fahrer beruflich nach Frankreich reisen werden.

Aus den Reihen der Zaungäste, die die Präsentation des Tour-Aufgebots von T-Mobile in der Firmenzentrale beobachten, wurde die Nicht-Berücksichtigung Zabels gleich zu Anfang kritisiert. "Wo ist Erik Zabel", rief einer der Zuschauer, nachdem das neunköpfige Aufgebot auf der Bühne Platz genommen hatte. "Der ist heute nicht dabei", versuchte T-Mobile-Sportkommunikationschef Christian Frommert die Situation zu überspielen.

Zur klaren Nummer eins erkor der scheidende sportliche Leiter des Teams, Walter Godefroot, Kapitän Jan Ullrich. Neben ihm sollen sich der Vorjahres-Tourzweite Andreas Klöden, der just am Mittwoch 30 Jahre alt wurde, und der gebürtige Kasache Alexander Winokourow Druck machen: "Aus taktischen Gründen wollen wir versuchen, so lange wie möglich zwei, drei Fahrer vorn zu halten. Vom Talent her ist Jan Ullrich aber unsere klare Nummer eins."

Einziger Tour-Neuling bei den Bonnern ist der Erfurter Stephan Schreck, der zugleich der Zweitjüngste im Team ist. "Für mich einer, der nie kaputtgeht", lobte ihn kapitän Ullrich, als er seine Mitstreiter vorstellte. "Noch überwiegt die Vorfreude, aber die Nervosität kommt spätestens, wenn wir losfahren", räumte der Novize der "Großen Schleife" ein.

Mit acht Tourstarts ist der Bergspezialist Guiseppe Guerini aus Italien neben Ullrich mit sieben Starts der erfahrenste "Frankreich-Reisende". Berücksichtigt wurden auch der Nürnberger Matthias Kessler und Tobias Steinhauser, der aus Lindenberg im Allgäu stammt. Oscar Sevilla ist der einzige Spanier im Aufgebot.

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