Jan Ullrich will um jede Sekunde kämpfen Guerini holt zweiten Sieg für T-Mobile

Das Team T-Mobile hat durch den Etappensieg von Giuseppe Guerini den Triumph in der Mannschafts-Wertung so gut wie sicher.
Giuseppe Guerini kann sein Glück nicht fassen Foto: sid Quelle: SID

Giuseppe Guerini kann sein Glück nicht fassen Foto: sid

(Foto: SID)

HB LE-PUY-EN-VELAY. Vor dem letzten großen Dreikampf der Tour de France zwischen Lance Armstrong, Jan Ullrich und Ivan Basso beim Zeitfahren an diesem Samstag hielten sich die Topfahrer am Freitag zurück und überließen der zweiten Garde das Feld. Der 35-jährige Italiener Guerini sicherte nach Alexander Winokurow den zweiten diesjährigen Etappenerfolg für das Bonner Team und damit wohl endgültig Platz eins im Klassement der Teams als Trostpflaster.

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Auf der 19. und drittletzten Mini-Etappe zwischen Issoire und Le Puy-en-Velay bestimmten über 153,5 Kilometer Ausreißer das Geschehen. Der Italiener aus dem Ullrich-Team, der 1999 die Etappe nach L'Alpe d'Huez gewann, überraschte seine drei Mitfahrer in der vierköpfigen Ausreißergruppe mit einem Antritt 1200 Meter vor dem Ziel und siegte im Alleingang.

Einen Tag vor dem 55,5 Kilometer langen Einzelzeitfahren in St. Etienne taten sich Armstrong, Ullrich anders als am Vortag auch am kleinen Schlussanstieg nach Le Puy nicht mehr weh. Sie erreichten das Ziel 3:50 Minuten nach Pereiro. Am Samstag hat der T Mobile-Kapitän - zwei große Ziele: Zum einen will er auf alle Fälle den 2:12 Minuten vor ihm liegenden Dänen Mickael Rasmussen noch vom dritten Platz verdrängen, zum anderen träumt er von einem Prestigeerfolg gegen seinen Dauerbezwinger Armstrong, den er in einem Tour-Zeitfahren nur einmal bezwang: 2003 in Cap Découverte. Allerdings fehlt dem mutmaßlich siebenfachen Tour-Triumphator Armstrong in diesem Jahr noch ein Etappensieg als Sahnehäubchen. Deshalb wird der 33-jährige Texaner 24 Stunden vor seinem im April verkündeten Karriere-Ende nach der letzten Tour-Etappe am Sonntagnachmittag alles daransetzten, mit einem Paukenschlag abzutreten. "Jan ist am Samstag der große Favorit", sagte Armstrong und schob die Bürde von sich.

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