Jens Voigt im Interview
Voigt: "Ich fühle mich großartig"

Am Samstag hat Jens Voigt die längste Etappe der 93. Tour de France gewonnen. Im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst spricht Voigt über die Hitzeschlacht, seinen zweiten Tagessieg nach 2001 und den Doping-Skandal.

Jens Voigt hat am Samstag die 13. Etappe der 93. Tour de France gewonnen. Der Fahrer feierte somit seinen zweiten Tagessieg nach 2001. Im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) spricht Voigt über seinen Erfolg.

Frage: "Ihr letzter Tour-Etappensieg liegt fünf Jahre zurück. Wie ist das Gefühl, nach zahlreichen gescheiterten Versuchen wieder auf dem Podium zu stehen?" Jens Voigt: "Ich fühle mich großartig. Ich wollte diesmal unbedingt gewinnen. Anfangs war ich nicht besonders zuversichtlich. Aber dann hat uns das Feld immer weiter weggelassen und irgendwann habe ich mir gesagt: das ist meine Etappe. Ich bin erleichtert, dass es geklappt hat."

Frage: "Würden Sie den Erfolg eher Ihrer guten Form oder dem unbedingten Siegeswillen zuschreiben?" Voigt: "Ich hatte vielleicht nicht die besten Beine aller Ausreißer, aber dafür wollte ich den Sieg wie kein anderer. Ich hatte keinen guten Start in die Tour, aber ich habe mich nicht hängen lassen und mir dieses Happyend verdient."

"Ich kann für niemanden die Hand ins Feuer legen"

Frage: "Woran hat es bei Ihnen in den ersten zehn Tourtagen gefehlt?" Voigt: "Ich sollte ja ursprünglich gar nicht auf eigene Rechnung fahren, da ich als Helfer von Ivan Basso vorgesehen war. Aber nach seinem Aus war plötzlich wieder alles anders, ich musste mich erst auf die neue Situation einstellen."

Frage: "Das ist Ihnen am Anfang offenbar nicht leicht gefallen?" Voigt: "Stimmt. Auf der Etappe nach Valkenburg wurde ich von einer Ausreißergruppe abgehängt, ein paar Tage später bin ich Letzter im Zeitfahren geworden - da kamen natürlich schon Fragen auf. Aber ich habe einfach ein paar Tage gebraucht, um noch etwas Gewicht zu verlieren und den richtigen Rhythmus zu finden. Jetzt habe ich die richtige Antwort gegeben."

Frage: "Sie haben vor der Tour gesagt, dass alle gedopten Fahrer auf den Scheiterhaufen gehören. Gilt diese Aussage noch, nachdem nun auch Ihr Kapitän und Freund Ivan Basso zu den Verdächtigen gehört?" Voigt: "Ich bleibe bei meiner Meinung - selbst wenn es Ivan betreffen sollte. Aber ich kann mir ehrlich gesagt immer noch nicht vorstellen, dass er das getan haben soll. Trotzdem kann ich natürlich für niemanden meine Hand ins Feuer legen."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%