sonstige Sportarten
Jones will sportliches Zeichen setzen

Bei den US-Leichtathletik-Meisterschaften im kalifornischen Carson will sich Marion Jones sportlich wieder zurückmelden. Die 29-Jährige peilt trotz starker Konkurrenz WM-Plätze über 100 und 200 Meter an.

Marion Jones kämpft bei den US-Meisterschaften der Leichtathleten am Wochenende im kalifornischen Carson nicht nur gegen ihre Gegnerinnen, sondern auch um ihr sportliches Überleben. Sollte sich die 29-Jährige nicht für die Weltmeisterschaften in Helsinki (6.-14. August) qualifizieren, wird ihr Marktwert wohl auch bei ihren bisher üppigen Gagen in Europa weiter sinken.

Über Wochen und Monate nahmen die amerikanischen Medien kaum Notiz von ihr. Marion Jones ist seit den Doping-Anschuldigungen gegen sie und ihren Partner Tim Montgomery aus den Schlagzeilen verschwunden, Fernsehwerbung mit ihr findet nicht mehr statt. Ihr Ausrüster hat sie offenbar fallenlassen, ohne dies offiziell zu bestätigen.

Jones beim Weitsprung nicht am Start

In Carson peilt Marion Jones über 100 und 200m gegen starke Konkurrenz wie Lauryn Williams, Chryste Gaines, Inger Miller, Allyson Felix, Melisa Barber sowie Muna Lee und Latasha Colander WM-Plätze an. Sie will in Helsinki auch in der 4x100-m-Staffel starten. Auf den Weitsprung verzichtet die dreifache Sydney-Olympiasiegerin, die 2004 in Athen keine Medaille gewann und bisher in keinem Saisonrennen überzeugen konnte.

Ihr Partner Tim Montgomery ist vor der im Juli erwarteten Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofes (CAS) über seine Verstrickung in die Affäre um das Balco-Labor nur für die 100m gemeldet. Hier hat er einen schweren Stand, denn neben den Olympiasiegern Justin Gatlin (100) und Shawn Crawford (200) sind auch Sydney-Olympiasieger Maurice Greene und die übrige Elite am Start.

Olympiasieger in Carson am Start

Die sechs Einzel-Olympiasieger von 2004 sind in Carson alle mit von der Partie. Crawford hat es über 200m wie in Athen mit den Medaillengewinnern Bernard Williams und Gatlin zu tun, aber vor allem auch mit Wallace Spearmon und Tyson Gay. Über 400m will Darold Williamson erneut Olympiasiger Jeremy Wariner schlagen. Im Stabhochsprung treffen in Timothy Mack und Nick Hysong die Olympiasieger von 2004 und 2000 aufeinander, im Weitsprung will Dwight Phillips seine Dominanz wie in Athen unterstreichen. Bei den Frauen hat Joanna Hayes zehn Monate nach ihrem Gold starke Konkurrenz über 100m Hürden.

Weitere Höhepunkte versprechen auch der Hürdensprint mit dem viermaligen Weltmeister Allen Johnson, das Kugelstoßen mit John Godina und dem Olympiazweiten Adam Nelson sowie der Zehnkampf mit dem Olympiazweiten Bryan Clay zu werden, zudem bei den Frauen die 400m und 400m Hürden.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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