Judo EM
Finalniederlage für Judoka Bönisch bei EM

Mit der Silbermedaille musste sich Olympiasiegerin Yvonne Bönisch bei den Judo-Europameisterschaften in Belgrad zufrieden geben. In der Klasse bis 57kg unterlag sie der Spanierin Isabel Fernandez.

Kein Europameister-Titel für Judo-Olympiasiegerin Yvonne Bönisch: Zwei Mini-Wertungen (Koka) haben ihr den Weg zu Gold in der Klasse bis 57kg verbaut. Bönisch unterlag zum Auftakt der EM in Belgrad im Endkampf der Spanierin Isabel Fernandez ganz knapp, bescherte dem Deutschen Judobund (DJB) aber den erhofften Medaillen-Einstand. Michaela Baschin (Backnang) unterlag im Kampf um Bronze und wurde gute Fünfte.

"Natürlich will man gewinnen, wenn man im Finale steht" sagte Yvonne Bönisch enttäuscht. "Aber mit Silber kann ich am Ende zufrieden sein. Ich habe meine Leistungsfähigkeit nachgewiesen und bin in Richtung Peking 2008 auf dem richtigen Kurs." Bönisch hatte bereits 2002 einmal EM-Silber errungen und feierte vor 3 000 Zuschauern in Belgrad den größten Erfolg seit dem Olympia-Gold von Athen sowie den beiden WM-Silbermedaillen 2003 und 2005.

Starke Leistungen bis zum Finale

Die 26 Jahre alte BWL-Studentin hatte nach einem Freilos in der zweiten Runde die Slowenin Vesna Dzukic ebenso vorzeitig auf die Schultern gezwungen wie im Kampf um den Halbfinal-Einzug Deborah Gravenstijn. Gegen die Olympia-Dritte aus den Niederlanden gelang Bönisch 30 Sekunden vor Ende der regulären Kampfzeit die entscheidende Aushebe-Technik.

Im Halbfinale schaltete Bönisch die bis dahin sehr starke Vorjahres-Finalistin Kifajat Gassimowa (Aserbaidschan) aus und wurde im Endkampf auch durch eine ungerechtfertigte Passivitäts-Bestrafung benachteiligt. "Trotzdem können wir mit dem Auftakt sehr zufrieden sein. Wir haben einmal Silber und alle drei Frauen in den Plätzen. Das war in Ordnung", erklärte DJB-Vizepräsident Lutz Pietsch.

Baschin verliert Kampf um Bronze

Michaela Baschin, die 2006 in Tampere als Dritte ihre erste EM-Medaille gewonnen hatte, musste sich diesmal im Viertelfinale der Olympia- und WM-Zweiten Frederique Jossinet (Frankreich) in der Verlängerung durch eine umstrittene Bestrafung beugen, kämpfte sich aber in der Hoffnungsrunde bis in den Bronzekampf nach vorn. Dort unterlag die Extraleichtgewichtlerin (-48kg) dann gegen Vanesa Arenas Comeron (Spanien).

Pech hatte EM-Neuling Romy Tarangul aus Frankfurt/Oder, die in der Klasse bis 52kg im Kampf um den Halbfinal-Einzug fünf Sekunden vor Schluss gegen die Französin Audrey La Rizza einen Yuko kassierte, verlor und am Ende Siebte wurde. Bei den Herren kämpfte EM-Neuling Johannes Herzig (Leipzig/-66kg) als einziger Deutscher am Auftakt-Tag ordentlich, schied aber nach einem Sieg und einer Niederlage vorzeitig aus.

Die EM-Titel des ersten von drei Wettkampftagen sicherten sich neben Fernandez noch Alexandra Alina Dumitru (Rumänien/-48kg) und Telma Monteiro (Portugal/-52kg) bei den Frauen sowie Ruslan Kischmakow (Russland/-60kg) und Sasa Kedelaschwili (Georgien/-66kg) bei den Männern.

© SID

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