Judo Olympia
Titel für Bönisch und Maresch

Bei den deutschen Judo-Meisterschaften in Braunschweig sicherten sich Yvonne Bönisch und Sven Maresch die Titel. Insgesamt präsentierten sich alle Olympiateilnehmer in guter Form.

Mit ihren Titelgewinnen haben Olympiasiegerin Yvonne Bönisch und Youngster Sven Maresch für die Glanzpunkte der internationalen deutschen Judo-Meisterschaften in Braunschweig gesorgt. Insgesamt erkämpften die Gastgeber 14 Plätze auf dem Siegerpodest.

Bönisch strebt zweites Olympia-Gold an

"Ich wollte unbedingt noch einmal meine Form im Wettkampf testen. Es lief sehr gut. Jetzt kann Peking kommen. Ich bin bereit", meinte Yvonne Bönisch, die in der chinesischen Hauptstadt zum zweiten Mal nach 2004 Olympia-Gold im Leichtgewicht bis 57kg gewinnen will.

Die 27 Jahre alte Potsdamerin bezwang in der VW-Halle auf dem Weg zum Klassensieg in einem hochklassigen Halbfinale die amtierende Europameisterin Sabrina Filzmoser (Österreich) und überzeugte zudem mit glänzenden Techniken, die zu zwei vorzeitigen Siegen führten. "Yvonne ist nach zahlreichen Verletzungen wieder richtig da. Mit ihr ist zu rechnen", versicherte auch Frauen-Bundestrainer Norbert Littkopf.

Europameisterin Wollert unkonzentriert

Das traf eigentlich auch auf Europameisterin Heide Wollert (Halle) zu, die auf dem Weg ins Finale alle drei Kämpfe vorzeitig gewann und im Endkampf bis vier Sekunden vor dem Ende klar in Führung lag. Dann aber ließ sich die 26-Jährige vom letzten Verzweiflungsangriff der Französin Geraldine Mentouopoli überraschen. "Vielleicht war Heide schon bei der Siegerehrung. Ein Moment nicht aufgepasst, das reicht eben im Judo", schimpfte auf der Tribüne DJB-Präsident Peter Frese.

Im einzigen rein deutschen Finale der bestens organisierten Wettbewerbe von 354 Athleten aus 36 Nationen besiegte der U20-Europameister von 2006 Sven Maresch (Berlin) in der 81-kg-Klasse überraschend den Ex-Europameister und Olympia-Teilnehmer Ole Bischof durch einen Waza-Ari (halber Punkt), bleibt aber trotzdem im Reservisten-Status.

Olympia-Teilnehmer präsentieren sich in guter Form

Die Olympiastarterin im Extraleichtgewicht bis 48kg, Michaela Baschin (Backnang), belegte wie Elisabeth Greve (Osnabrück/-70kg) nach starker Leistung den zweiten Platz. Schwergewichtlerin Katrin Beinroth (Hannover/+78kg) musste sich in Abwesenheit der leicht am Knie verletzten Peking-Starterin Sandra Köppen-Zuckschwerdt (Brandenburg) nur im Finale der Ex-Weltmeisterin Karina Bryant (Großbritannien) geschlagen geben.

Im Kampf um Platz drei dominierten vor allem die Olympia-Ersatzstarterinnen. Severine Pesch (Neureuth/-48), Claudia Malzahn (Halle/Saale/-63), Kerstin Thiele (Leipzig/-70) und Franziska Konitz (Berlin/+78), Claudia Ahrens (Potsdam/-63) sowie Dimitri Peters (Rotenburg/-100) gewannen Bronze.

© SID

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