Judo WM
Judoka Bischof fit für den WM-Titel

Judoka Ole Bischof will ein Jahr nach seinem olympischen Triumph in Peking auch den Weltmeister-Titel gewinnen. "Ich bin fit, nicht verletzt und voll motiviert", sagte Bischof.

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem goldenen Triumph von Peking setzt Judo-Olympiasieger Ole Bischof zum nächsten großen Wurf an. "Olympiasieger bin ich, Europameister war ich auch schon. Wenn ich jetzt noch den Weltmeister-Titel holen würde...Das hat in Deutschland noch niemand geschafft", sagt der Reutlinger vor Beginn der Judo-WM in Rotterdam am heutigen Mittwoch (26. bis 30. August). Am Donnerstag, dem Tag vor seinem Wettkampf, feiert der Mittelgewichtler seinen 30. Geburtstag und will sich mit dem Gold-Triple selbst das beste Geschenk bereiten.

"Die Ausgangslage ist gut", meint Ole Bischof. "Ich bin fit, nicht verletzt und voll motiviert. Alter Lorbeer zählt jetzt nicht mehr. Die Zeit, in der ich mich feiern lassen konnte, ist vorbei."

Bischof hat sehr zur Freude des neuen Bundestrainers Detlef Ultsch die komplette WM-Vorbereitung voll mitgezogen, ist mit seinen Teamkollegen im früheren Stamm-Trainingscamp der deutschen Biathleten am Belmeken-Berg in Bulgarien "die Hänge hochgerannt".

"Trainingsmoral ist von Tag zu Tag gewachsen"

Für den Olympiasieger war das auch eine Art Therapie. "Natürlich fällst Du nach so einem unglaublichen Triumph wie dem Olympiasieg in ein Motivations-Loch und musst dich zum Training aufraffen", sagte er: "Du siehst die vielen schönen Sachen, die man so in seiner Freizeit machen kann. Aber die harte Vorbereitung in der Mannschaft hat mir geholfen. Die Trainingsmoral ist von Tag zu Tag gewachsen."

Der Volkswirtschaftsstudent hatte nach seiner Goldshow auf der olympischen Bühne in Peking zahlreiche PR-Termine absolviert, war in der TV-Show "Schlag den Raab" angetreten und absolvierte gut dotierte Privat-Trainings und Vorträge in den USA. Ans Aufhören aber dachte er bislang nicht.

"Es läuft alles bestens"

"Ich habe ein paar gute Sponsoren gefunden. Es läuft alles bestens. Warum soll ich gerade jetzt abtreten. Ich muss schauen, wann der richtige Zeitpunkt ist", so Bischof. Ob er London 2012 mit der ihm eigenen Akribie angeht, sei noch nicht entschieden. "Ich werde mich am Ende des Jahres hinsetzen und nachdenken, was gut gelaufen ist und was nicht. Dann entscheide ich weiter."

Bisher steht für den Champion in der nacholympischen Saison ein fünfter Platz bei der EM im April in Tiflis zu Buche. Damals stand er erst am Anfang seiner klar auf Rotterdam ausgerichteten Vorbereitung. Der WM-Ort, an den der Wahl-Kölner am Dienstag per Auto anreiste, wertet Bischof zudem als "gutes Pflaster. In Rotterdam habe ich 2005 den EM-Titel geholt und 2007 den Superweltcup gewonnen. Das war damals meine Fahrkarte nach Peking."

© SID

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