K.o.-Niederlage gegen Minto auch Niederlage für RTL
„Die Bestie“ demütigt Axel Schulz

Das Box-Comeback von Axel Schulz nach siebenjähriger Pause ist brutal misslungen. Der Amerikaner Brian „die Bestie“ Minto bestimmte das Geschehen gegen den 38 Jahre alten Schwergewichtler aus Frankfurt/Oder so deutlich nach Belieben, dass die Schulz-Ecke in der sechsten Runde das Handtuch warf. Die Kommentare fielen anschließend vernichtend aus. Auch Schulz, der damit eine der bittersten Stunden seiner Karriere erlebte und seinen Ruf als „ewiger Verlierer“ untermauerte, zeigte sich restlos desillusioniert.

HB HALLE/WESTFALEN. Schulz verlor am Samstag in Halle (Westfalen) nach technischem K.o. nach 1:30 Minuten in der sechsten Runde. „Das war so schlecht, dass man die Augen schließen musste", kommentierte Ex-Weltmeister Graciano Roccigiani nach dem Fight die Leistumng von Publikumsliebling Schulz mit klaren Worten. Ähnlich äußerten sich Wladimir Klitschko und Arthur Abraham. „"Seine Form ist in sieben Jahren nicht besser geworden. Das war schon sehr traurig, was er da gezeigt hat", sagte Klitschko. Und sein Bruder Witali, der Ex-Weltmeister, sagte es in noch drastischeren Worten: „In der fünften und sechsten Runde hat Axel mich an einen Sandsack erinnert."

Zuletzt hatte Schulz 1999 im EM-Duell gegen den heutigen IBF-Weltmeister Wladimir Klitschko im Ring gestanden und ebenfalls durch technischen K.o. verloren. Schulz' Bilanz als Profi weist nunmehr fünf Niederlagen bei 26 Siegen und einem Remis aus. Sein Gegner Brian Minto feierte im 28. Kampf den 27. Sieg.

Vor restlos enttäuschten 12 000 Zuschauern und zahlreichen Prominenten am Ring im nicht ausverkauften Gerry-Weber-Stadion tat sich der Publikumsliebling aus Deutschland gegen den elf Zentimeter kleineren Minto von der ersten Sekunde an schwer. Von einem neuen Kampfstil und größerer Schlaghärte, die der ehemalige deutsche Meister unter der Anleitung seines neuen Trainer Rick Conti in den USA erlernt haben soll, war überhaupt nichts zu sehen. Schulz wirkte schwerfällig, boxte behäbig und ausrechenbar wie früher und verlor hochverdient.

Minto war aggressiver und aktiver. Schulz konnte seinen Größenvorteil nie nutzen und kaum Wirkungstreffer landen. In der vierten Runde ging er nach schweren Wirkungstreffern sogar zu Boden, nur der Gong rettete ihn da. Danach ging nicht mehr viel, Schulz schlich gedemütigt durch den Ring. In der sechsten Runde flog dann sogar das Handtuch und der Ringrichter brach den Kampf nach 90 Sekunden ab. „Ich habe nicht mehr machen können. Vielleicht habe ich mich überschätzt“, gab der im Gesicht stark gezeichnete Schulz zu und beschönigte nichts. „Ich habe keine Entschuldigung. Ich habe einfach beschissen geboxt. Um die Zuschauer tut es mir leid.“ Jetzt werde er sich bei seiner Familie erholen und vielleicht erst noch ein Bier trinken.

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