sonstige Sportarten
Kamrau bekommt WM-Gold aberkannt

Britta Kamrau hat bei der Schwimm-WM in Montreal ihren Titel über 25km nicht verteidigen können. Zum Abschluss der Langstrecken-Wettbewerbe bei den Frauen war ihr die sicher geglaubte Goldmedaille aberkannt worden.

Auch bei ihrem dritten Start bei der Schwimm-WM in Montreal ist Britta Kamrau die Goldmedaille verwährt geblieben - diesmal sogar auf dramatische Weise am grünen Tisch. Nach einem ganz knappen Finale wies die elektronische Zeitmessung die Rostockerin im Ziel nach 25 Kilometern zunächst mit einer Zehntelsekunde Vorsprung als Weltmeisterin aus. Doch nur wenige Minuten später korrigierten die Zielrichter das Ergebnis, Kamrau musste sich mit Silber trösten.

"Das ist schon unglaublich ärgerlich. Ich habe bis zum Umfallen gekämpft, aber das Brett im Ziel erst beim zweiten Anschlag richtig erwischt", meinte Kamrau sichtlich enttäuscht. Auf einen Protest verzichtete der Deutsche Schwimm-Verband (DSV).

Zweiter Titel für Edith van Dijk

Nach endgültigem Richterspruch siegte die Niederländerin Edith van Dijk in 5:25:06,6 Stunden mit drei Zehntelsekunden vor Kamrau und feierte damit zwei Tage nach Gold über 10km ihren zweiten Triumph. Bronze ging an die Italienerin Laura La Piana (5:25:11,5). Die zweite DSV-Starterin Stefanie Biller (Burghausen) schwamm mit 1:20 Minuten Rückstand auf Rang sieben.

Im letzten Anlauf war Britta Kamrau auf der olympischen Ruderregatta-Strecke von 1976 fest entschlossen, sich doch noch Gold zu greifen. Zum Schluss lieferte sich die angehende Juristin über 1000m ein fulminantes Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihrer Erzrivalin, die letztlich das glücklichere Ende für sich hatte.

Zwei Tage zuvor hatte Kamrau Bronze über 10km gewonnen, die erfolgreich Titelverteidigung über die "Königsstrecke" allerdings ebenfalls verpasst. Zum Auftakt über 5km war Kamrau, die im Vorjahr in Dubai über zehn und 25km einen Doppel-Triumph gefeiert hatte, mit Platz sechs der Sprung auf das Podium verwehrt geblieben.

Vier Medaillen für die deutschen Langstreckler

"Britta ist hier in Kanada in allen drei Rennen gestartet und hat sich damit ein absolut hartes Programm auferlegt. Deshalb hätte sie diesen Sieg auch redlich verdient", meinte Langstrecken-Coach Christian Bartsch. Für die deutschen Langstreckler stimmt die Ausbeute trotzdem. Es war die vierte Medaille in Montreal. Zuvor war der Würzburger Thomas Lurz zu Gold über 5km sowie Silber über zehn km geschwommen. Beim abschließenden 25-km-Rennen der Männer am Sonntag (15.00 Uhr Mesz) ist Lurz nicht mehr am Start. Eine weitere Medaille durch die beiden DSV-Starter Christian Hansmann (Erfurt) und Alexander Studzinski (Würzburg) wäre eine große Überraschung.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%