Kanu EM
Deutsche Kanuten dominieren EM in Spanien

Die EM im spanischen Pontevedra stand ganz im Zeichen der deutschen Kanuten. Nach acht Titeln, viermal Silber und dreimal Bronze sind die Deutschen wieder die klare Nummer eins in Europa.

Die deutschen Kanuten können voller Selbstvertrauen Richtung Heim-WM in Duisburg schauen. Gut fünf Wochen vor Beginn der Titelkämpfe an der Wedau (8. bis 12. August) haben die Deutschen mit acht Titeln bei den Europameisterschaften in Spanien die Nummer eins auf dem Kontinent zurückerobert. Überragend war Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin mit drei Titeln. Neben achtmal Gold gab es noch viermal Silber und dreimal Bronze, damit wurde die Rekordbilanz von 2005 mit zehn Titeln nur knapp verfehlt.

"Die Generalprobe ist gelungen, wir liegen vor der WM voll im Plan und haben uns die Nummer 1 von den Ungarn zurückgeholt. Allerdings wollen wir bis Duisburg noch zulegen", erklärte Bundestrainer Reiner Kießler. Im Schatten des "Goldrauschs" gab es viermal Silber und dreimal Bronze. Das Gold-Duell gegen den im vergangenen Jahr noch enteilten Erzrivalen Ungarn gewann Deutschland im nebligen und windigen Pontevedra mit 8:6 - was nach einem eher enttäuschenden ersten Finaltag über 1 000 Meter einem goldenen Sonntag zu verdanken war.

Neben Wagner-Augustin im Einer- und Viererkajak triumphierten mit dem am Vortag noch auf Platz sechs zurückgefallenen Vorzeigepaddler Andreas Dittmer im Einercanadier und den Olympiasiegern Ronald Rauhe/Tim Wieskötter im Zweierkajak die gewohnten Gesichter über die olympische 500-Meter-Distanz. Über 1 000 Meter hatte es zuvor nur Gold für die Zweiercanadier-Olympiasieger Christian Gille/Tomasz Wylenzek ("Wir mussten noch nie so hart um einen EM-Titel kämpfen") gegeben. Auf der nicht-olympischen 200-Meter-Strecke sorgten Wagner-Augustin im Viererkajak, Jonas Ems im Einerkajak und Fanny Fischer/Nicole Reinhardt im Zweierkajak für ein goldenes Finale.

Wagner-Augustin: "Das ist ein Supergefühl"

"Das war mein größter Erfolg im Einer, da habe ich noch nie einen Titel gewonnen. Das ist ein Supergefühl mit dreimal Gold", meinte Wagner-Augustin. Der dreimalige Olympiasieger Dittmer freute sich "nach einem meiner schwärzesten Tage" 24 Stunden später wie ein Schneekönig über den im Endspurt herausgepaddelten Titel.

Der Viererkajak der Männer wurde trotz seines enttäuschenden vierten Platzes über die olympischen 500 Meter und damit verpassten Medaillen-Leistungsnachweises für die WM nominiert, allerdings müssen "die vier noch sehr hart in der Vorbereitung arbeiten" (Kießler). Das gilt auf den olympischen Strecken auch für Wildwasser-Weltmeister Max Hoff (Vierter über 1 000 Meter) und Jonas Ems (Sechster über 500 Meter) in der zweiten Problemdisziplin Einerkajak.

Bei der EM 2006 im tschechischen Racice hatte das deutsche Team viermal Gold, elfmal Silber und dreimal Bronze gewonnen - diese Bilanz wurde dank der acht Titel klar übertroffen.

© SID

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