Kanu EM
Dittmer zerstört eigene Medaillen-Träume

Andreas Dittmer hat sich selbst um seine erhoffte EM-Medaille über 500m gebracht. Der Olympiasieger wurde im Vorlauf in Racice/Tschechien wegen einer Regelwidrigkeit disqualifiziert.

Eine begangene Regelwidrigkeit hat die Medaillenträume von Olympiasieger Andreas Dittmer bei der EM in Racice/Tschechien platzen lassen. Der Neubrandenburger wurde im Vorlauf über 500m disqualifiziert, nachdem er bei starkem Seitenwind regelwidrig die Bahnmitte verlassen hatte.

Zuvor hatte Dittmer in 4:01,963 Minuten über 1000m souverän einen von insgesamt zehn deutschen Vorlaufsiegen gefeiert, elf Boote zogen in den insgesamt 16 Entscheidungen direkt ins Finale ein. Zu den Siegern gehörte im Zweierkajak gemeinsam mit Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin auch Fanny Fischer (beide Potsdam), die Nichte der fehlenden deutschen Rekord-Olympiasiegerin Birgit Fischer. Nachsitzen im Halbfinale müssen überraschend die Zweierkajak-Olympiasieger Ronald Rauhe/Tim Wieskötter (Berlin/Potsdam) nach Platz drei im Vorlauf.

Dittmer: "Ich wäre so gern Europameister geworden"

"Es ist bitter, dass mir das in meinem Alter noch passiert. Ich wäre so gern Europameister über 500 Meter geworden", sagte Dittmer. Bundestrainer Rainer Kießler entschied sich gegen einen Protest, weil der Regelverstoß klar zu sehen gewesen sei: "Das drückt die Stimmung, aber wir nehmen´s sportlich. Bei der WM darf das nicht passieren."

Über 500m schafften neben Fischer/Wagner-Augustin auch Nicole Reinhardt (Lampertheim) im Einerkajak, Robert Nuck/Stefan Holtz (Leipzig/Karlsruhe) im Zweiercandier und der Viererkajak der Damen mit Siegen direkt den Sprung ins Finale.

Über die doppelte Distanz paddelten Andreas Ihle/Rupert Wagner (Magdeburg/Essen) im Zweierkajak, Wagner-Augustin im Einerkajak und die Viererkajak-Flaggschiffe mit Siegen in die Endläufe.

Siebter Platz war schlechtestes deutsches Resultat

Die Canadier-Olympiasieger Christian Gille/Tomasz Wylenzek (Leipzig/Essen), die noch um ihr Ticket für die WM Mitte August in Szeged kämpfen, mussten sich in 3:40,580 Minuten überraschend Polen (3:40,424) beugen. Trotzdem erreichten sie problemlos den Endlauf. Der Zweierkajak mit Judith Hörmann/Gesine Ruge (Karlsruhe/Dresden) kam ohne Vorlauf ins Finale. Schlechtestes deutsches Resultat war ein siebter Platz des Viererkajak über 500m. Das deutsche Team will bei der EM mindestens vier Titel und insgesamt acht Medaillen gewinnen.

© SID

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