Kanu National
Kanuten erstmals unter Flutlicht auf Titeljagd

Die deutschen Slalomkanuten fahren in Markkleeberg erstmals unter Flutlicht die Sieger aus. Die Rennen im Rahmen der German Open dienen dabei auch als WM-Qualifikation.

Die WM-Qualifikation der deutschen Slalomkanuten geht in Markkleeberg bei Leipzig als Welt-Premiere unter Flutlicht über die Bühne. Die Rennen im Rahmen der German Open heute und Samstag werden mit den Finals am zweiten Finaltag erst am späten Abend (21.30 bis 23 Uhr) entschieden, bisher wurde noch nie ein Weltranglistenrennen mit künstlichem Licht gefahren.

"Man sieht die Wellen später und hat so das Gefühl, schneller zu sein", sagte der Canadier-EM-Dritte Jan Benzien (Leipzig). Einen Bonus gibt es bei der Vergabe der insgesamt zwölf WM-Startplätze in vier Disziplinen nicht, auch Kajak-Olympiasieger Alexander Grimm (Augsburg) muss somit zittern.

Training steht wieder im Mittelpunkt

"Wir wollen die nervenstärksten Sportler herausfiltern", sagte der neue Cheftrainer Michael Trummer: "Bei der EM war ich über einige Abstände der Olympia-Fahrer um Grimm schon geschockt. Bei ihm haben sich der Beginn des Studiums und die vielen PR-Termine schon bemerkbar gemacht. Alle haben sich aber im Weltcup herangearbeitet und zuletzt wieder mehr auf das Training konzentriert."

Trummer wird in allen vier Disziplinen die drei bestplatzierten deutschen Athleten für die WM im spanischen Seu d'Urgell vom 10. bis 13. September nominieren. Möglicherweise fällt die Entscheidung schon im Halbfinale, nur jeweils zehn Boote kommen bei den international hervorragend besetzten Rennen in die Endläufe. Am Start sind insgesamt 20 Nationen.

Im Frühjahr hatten sich jeweils sechs Boote für dieses erstmals ausgetragene zusätzliche Ausscheidungsrennen des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) qualifiziert. Bei den Canadiern sind nach der Schulterverletzung des Athen-Olympiavierten Christian Bahmann (Bad Kreuznach) allerdings nur fünf Athleten am Start. Bei den Zweiercanadiern kamen Kay und Robby Simon, die im Frühjahr verletzt fehlten, als siebtes Boot hinzu.

Teilnehmer bei der nationalen WM-Ausscheidung:

Männer, Einerkajak: Alexander Grimm (Augsburg), Tim Maxeiner (Wiesbaden), Sebastian Schubert (Hamm), Erik Pfannmöller (Halle/Saale), Fabian Dörfler (Augsburg), Robert Süßenbach (Leipzig); Einercanadier: Sideris Tasiadis (Augsburg), Jan Benzien (Leipzig), Nico Bettge (Magdeburg), Martin Unger (Halle/Saale), Lukas Hoffmann (Dormagen); Zweiercanadier: Felix Michel/Sebastian Piersig (Spremberg), Marcus Becker/Stefan Henze (Halle/Saale), David Schröder/Frank Henze (Leipzig), Robert Behling/Thomas Becker (Schkopau), Kai Müller/Kevin Müller (Magdeburg), Daniel Junker/ Martin Krenzer (Nürnberg), Kay Simon/Robby Simon (BSV Halle/Saale);

Frauen, Einerkajak: Jasmin Schornberg (Hamm), Melanie Pfeifer (Augsburg), Jennifer Bongardt (Köln), Claudia Bär (Augsburg), Mira Louen (Hilden), Jaqueline Horn (Augsburg).

© SID

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