Kanu National
Kanutin Fanny Fischer setzt in Szeged Maßstäbe

Fanny Fischer hat sich mit zwei Siegen zur überragenden deutschen Kanutin beim Weltcup in Szeged gekrönt und so zwei Goldhoffnungen für Olympia in Peking geschürt.

Rund drei Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking befindet sich Fanny Fischer schon in Medaillenform. Die 21-Jährige hat sich mit zwei Siegen zur überragenden deutschen Kanutin beim Weltcup in Szeged/Ungarn gekrönt und damit zwei Goldchancen bei Olympia in Peking erarbeitet. Am Tag nach ihrem Triumph als Schlagfrau des deutschen Viererkajaks gewann die Nichte der deutschen Rekord-Olympiasiegerin Birgit Fischer auch im Zweierkajak mit Nicole Reinhardt souverän mit 1,554 Sekunden vor Ungarn.

Es war neben zweimal Silber und dreimal Bronze das einzige deutsche Gold am zweiten Finaltag der Peking-Ausscheidung. Insgesamt gewann das deutsche Team zwei Monate vor Beginn der Sommerspiele dreimal Gold, dreimal Silber und sechsmal Bronze in den zwölf olympischen Disziplinen. Erzrivale Ungarn war mit fünfmal Gold überragend.

Zu den großen Siegern des Olympia-Tests gehörte auch der dreimalige Olympiasieger Andreas Dittmer, der auch das zweite Generationen-Duell gegen den 16 Jahre jüngeren Sebastian Brendel gewann und damit bei den Sommerspielen wohl in beiden Einercanadier-Entscheidungen starten wird. Der 36-Jährige belegte um zwölf Tausendstelsekunden geschlagen zwar nur Platz zwei hinter Weltmeister Attila Vajda (Ungarn). Er lag nach 500 Metern aber 2,5 Sekunden vor dem drittplatzierten Brendel. Schon über 1 000 Meter hatte Dittmer als Zweiter die interne deutsche Peking-Ausscheidung gegen Brendel (6.) klar gewonnen.

Dittmer zum vierten Mal bei Olympia dabei

"Ich bin stolz, dass ich zum vierten Mal bei Olympia dabei bin", meinte Dittmer. Die am Vortag über 1 000 Meter noch siegreichen Olympiasieger Christian Wylenzek (Leipzig/Essen) belegten über die halbe Distanz Platz drei und sicherten sich damit ebenfalls einen Doppelstart bei Olympia.

Olympiasiegern Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) sicherte sich mit Platz drei im Einerkajak 1,020 Sekunden hinter Siegerin Katalin Kovacs (Ungarn) ihre zweite Medaillenchance in Peking. Im internen Duell hatte die neuntplatzierte Carolin Leonhardt (Mannheim) keine Chance. Beide zusammen gehen bei Olympia im Viererkajak mit den Zweier-Siegerinnen Fischer und Reinhardt an den Start.

Im Zweierkajak erfüllten die Olympiasieger Ronald Wieskötter (Potsdam) erwartungsgemäß die Olympianorm, lagen aber als Zweite 0,336 Sekunden hinter den siegreichen Ungarn. Die Herausforderer Martin Wagner (Neubrandenburg/Essen) landeten auf Platz vier. Offen bleibt das Olympia-Rennen im Einerkajak, wo weder Sprint-Champion Jonas Ems (Essen/5.) noch Torsten Lubisch (Berlin/8.) die Voraussetzungen für den Peking-Start erfüllten.

Die endgültige Entscheidung über die deutsche Olympia-Nominierung fällt nach dem Heim-Weltcup am kommenden Wochenende in Duisburg.

© SID

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