Kanu National
Trummer wird Chefcoach der deutschen Slalomkanuten

Michael Trummer wird zum 1. Januar 2009 den Posten des Cheftrainers der deutschen Kanuslalom-Mannschaft übernehmen. Bisher war er als Bundestrainer für die Junioren zuständig.

Der bisherige Junioren-Bundestrainer und Atlanta-Olympiavierte Michael Trummer wird neuer Cheftrainer der deutschen Slalomkanuten. Der 40-Jährige aus Zeitz erhält einen ab 1. Januar 2009 geltenden Vier-Jahres-Vertrag und soll die in Peking mit einmal Gold durch Einerkajak-Spezialist Alexander Grimm erfolgreichen Slalomkanuten zu den Olympischen Sommerspielen 2012 in London führen.

"Deutschland soll weiter zu den führenden Nationen im Kanuslalom gehören. Daran werde ich arbeiten", erklärte Trummer. Sportdirektor Jens Kahl sagte: "Die Weichen Richtung London sind nun gestellt. Einen großen Vorteil haben wir, die meisten Athleten sind im Nachwuchs durch seine Hände gegangen, und er kennt ihre Stärken und Schwächen."

Der 62-jährige Jürgen Köhler, der bisher neben seinen Aufgaben im Canadier-Bereich den Trainerstab leitete, wird weiterhin und bis zum Erreichen der Rente mit 65 Jahren als Bundestrainer für die Canadier verantwortlich sein. Der Bundestrainer-Posten im Kajakbereich soll noch im November neu besetzt werden, vor den Sommerspielen war Helmut Schröter auf Druck der Athleten entmachtet worden.

"Wir wollen mit dem zusätzlichen Cheftrainer-Posten die Struktur verbessern. Die Trainer, die am Mann arbeiten, sollen sich noch mehr um die Sportler kümmern", so Kahl. In London wolle man "am liebsten noch besser als in Peking" abschneiden. Dort hatte es in drei der vier Wettbewerbe keinen Podestplatz gegeben, der Augsburger Grimm sorgte für den ersten Olympiasieg der gesamten deutschen Mannschaft.

Der Ex-Team-Europameister Trummer verpasste im Zweiercanadier mit Manfred Berro 1996 in Atlanta als Vierter knapp eine Olympiamedaille. 1992 in Barcelona hatte das Duo Rang neun belegt. Vater Klaus Trummer war 1972 bei den Sommerspielen von München als Vierter im Zweiercanadier für die DDR ebenfalls am Podest vorbeigerauscht.

© SID

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