Kanu Verband
ICF-Präsident Feldhoff gibt sein Amt ab

Nach zehn Jahren im Amt tritt Ulrich Feldhoff als Präsident des Internationalen Kanuverbandes zurück. Der 70-Jährige nennt "persönliche Gründe" für den Verzicht auf die Wiederwahl.

Nach zehn Jahren als Präsident des Kanu-Weltverbandes stellt sich der Oberhausener Ulrich Feldhoff Ende November auf dem ICF-Kongress in Rom nicht mehr zur Wiederwahl. Der deutsche Sport verliert damit einen seiner international einflussreichsten Repräsentanten und wird danach nur noch durch den Darmstädter Klaus Schormann (Moderner Fünfkampf) und den Berchtesgadener Sepp Fendt (Rodeln) an der Spitze olympischer Weltverbände vertreten sein. Der 70-jährige Feldhoff gab "rein persönliche Gründe" für seinen Verzicht an, den er den ICF-Verbänden in der letzten Woche per Brief mitgeteilt hatte.

30 Jahre im Kanu-Sport tätig

Feldhoff stand als "deutscher Mister Spitzensport" fast drei Jahrzehnte im Rampenlicht. 1981 war er Präsident des Kanuverbandes (DKV) geworden, 1988 Chef des Bundesausschusses Leistungssport (BAL), 1994 Vizepräsident des Deutschen Sportbundes (DSB). 1992 und 1996 führte er die deutschen Olympiateams als Chef de Mission an, 1998 rückte er vom Vize zum ICF-Präsidenten auf.

Kein anderer deutscher Verband meisterte die Zusammenführung von West und Ost so gut wie Feldhoffs Kanuten, die sich bei Sommerspielen immer wieder als erfolgreichste Medaillensammler erwiesen - so auch in Athen (4-4-1).

Nach den Spielen sorgte er für den reibungslosen Übergang an der DKV-Spitze und lehnte alle Bitten ab, im neuen Dachverband Dosb weiterzuarbeiten. Dennoch dauert die "Ära Feldhoff" an. Das von ihm entwickelte neue Spitzensport-Förderkonzept ist vom Dosb übernommen worden, um den Abwärtstrend bei Olympia zu stoppen.

© SID

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