Kanu Weltcup
Deutscher Kanu-Triumphzug bei Abschluss-Weltcup

Die deutschen Kanuten haben mit 13 Siegen beim Abschluss-Weltcup in Frankreich ihre Ambitionen bei der Heim-WM im August deutlich unterstrichen. Es sei "ein absolutes Superergebnis", erklärte Sportdirektor Jens Kahl.

Die Rahmenbedingungen für eine erfolgreicher Heim-WM könnten für die deutschen Kanuten besser nicht sein. 13 Siege beim Abschluss-Weltcup in Frankreich lassen die Verantwortlichen von einem weltmeisterschaftlichen "Goldregen" im August in Duisburg träumen.Gut zwei Monate vor Beginn der Titelkämpfe überzeugten besonders die Olympiasieger Andreas Dittmer (Neubrandenburg) im Einer- und Christian Gille/Tomasz Wylenzek (Leipzig/Essen) im Zweiercanadier mit ihrem Doppelerfolg über die olympischen 1 000 und 500 Meter. Das Trio führt das WM-Team für die Titelkämpfe vom 8. bis 12. August an, wo Deutschland als Topfavorit bei der Olympia-Qualifikation für Peking 2008 antritt.

Beeindruckende Bilanz: 13 Siege, acht zweite Plätze

"Das ist ein absolutes Superergebnis, wir waren die Nummer eins. Fast alle Athleten haben uns die nötigen Erfolgserlebnisse geholt, das gibt Selbstvertrauen für Duisburg. Unser WM-Team auf den olympischen Strecken steht", erklärte Sportdirektor Jens Kahl mit Blick auf neun Erfolge bei den zwölf olympischen Entscheidungen. Insgesamt gab es in Geradmer neben den 13 Siegen je acht zweite und dritte Plätze. Bundestrainer Rainer Kießler warnte mit Blick auf den beim Weltcup fehlenden Erzrivalen Ungarn allerdings vor "allzugroßer Zufriedenheit".

Die Nichte von Rekord-Olympiasiegerin Birgit Fischer, Fanny Fischer (Potsdam), feierte mit Nicole Reinhardt (Mannheim) einen triumphalen Doppelsieg im Zweierkajak über 500 und 200 Meter. Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) gewann am Tag nach ihrem Sieg im Vierer- im Einerkajak über 500 Meter mit der Winzigkeit von 44 Tausendstelsekunden Vorsprung vor der Schwedin Sofia Paldanius.

Im Zweierkajak revanchierten sich die Olympiasieger Ronald Rauhe/Tim Wieskötter (Potsdam) mit ihrem Triumph für die am Vortag erlittene Niederlage gegen die diesmal viertplatzierten 1 000-Meter-Sieger Andreas Ihle/Rupert Wagner (Magdeburg/Essen). Beide Duos werden bei der WM jeweils über eine Distanz starten. Zudem triumphierte der deutsche Frauen-Viererkajak um Schlagfrau Gesine Ruge (Leipzig) über die 1 000 Meter und die nichtolympischen 200m.

Sorgenkinder Einer -und Viererkajak

Nachwuchstalent Jonas Ems (Essen) gewann im K1 den 200-Meter-Sprint und holte sich damit im Duell gegen den WM-Dritten Lutz Altepost überraschend auch das Duisburg-Ticket über 500 Meter. Über 1 000 Meter darf Wildwasser-Weltmeister Max Hoff nach seinem siebten Platz in Frankreich bei der WM starten. Kahl: "Im Einerkajak haben wir allerdings noch die größten Probleme." Auch das deutsche Männer-Flaggschiff Viererkajak hat nach einem dritten Platz über die olympische Distanz noch Nachholbedarf.

Der letzte internationale Vergleich vor der WM steht der Auswahl des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) vom 27. Juni bis 1. Juli bei der EM in Pontevedra/Spanien bevor. Dort werden die Startplätze in den nichtolympischen Wettbewerben vergeben.

© SID

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