Kanu WM Deutsche Kanuten paddeln 17 Mal um Gold

Sieben Siege in neun Bootsklassen: Die deutschen Kanuten haben bei den Heim-Weltmeisterschaften unter dem grauen Himmel von Duisburg mit 17 Medaillenchancen bei 18 Entscheidungen Hoffnung auf einen Goldregen gemacht.

Die deutschen Kanuten bleiben weltweit das Maß aller Dinge und können sich nach sieben Siegen in neun Bootsklassen bei den Heim-Weltmeisterschaften unter dem grauen Himmel von Duisburg Hoffnung auf einen Goldregen gemacht. Am zweiten Vorlauftag qualifizierten sich angeführt vom dreimaligen Olympiasieger Andreas Dittmer alle deutschen Boote souverän für die Finals am Sonntag. Damit haben die Gastgeber bei den Finals über 500 Meter und die doppelte Distanz am Wochenende insgesamt 17 Medaillenchancen bei 18 Entscheidungen.

"Ich bin sehr zuversichtlich, wir sind auf dem Punkt topfit. Aber die Leistungsdichte ist sehr hoch, das werden sehr spannende Finals", kommentierte Reiner Kieseler mit einem breiten Lächeln.

Trotz der starken Resultate in den Vorkämpfen will der Bundestrainer das Ziel von mindestens "sieben Medaillen, davon dreimal Gold" nicht nach oben korrigieren. Aber es scheint nach den Eindrücken an den beiden Vorlauftagen viel mehr möglich. Das beste deutsche WM-Ergebnis der Geschichte hatte es bei den Titelkämpfen vor zwei Jahren in Zagreb mit zehnmal Gold gegeben.

Medaille das Minimalziel für Dittmer

"Eine Medaille sollte es mindestens sein, wenn mehr rauskommt, ist es auch gut", brachte Dittmer die Stimmung in der Mannschaft auf den Punkt: "Ich hoffe, wir schwimmen weiter auf der Erfolgswelle." Nachdem er am Vortag über 1 000 Meter mit einem Sieg souverän ins Finale eingezogen war, feierte der Canadier-Fahrer auch über 500 Meter einen von fünf deutschen Halbfinal-Siegen in sieben Rennen. Der Vierercanadier mit Schlagmann Robert Nuck und der Viererkajak der Frauen waren mit ihren Vorlaufsiegen direkt ins Finale gepaddelt.

Einen besonders überzeugenden Eindruck hinterließen bei ihren Halbfinal-Erfolgen neben Dittmer die Olympiasieger Katrin Wagner-Augustin (Potsdam/Einerkajak) und Ronald Rauhe/Tim Wieskötter (Potdam/Zweierkajak). "Die Mannschaft ist so gut drauf, da kann man ja nur gewinnen", meinte Wagner-Augustin. Auch der Essener Jonas Ems im Einerkajak und Fanny Fischer/Nicole Reinhardt (Zweierkajak) gewannen ihre Halbfinals.

Die Zweiercanadier-Olympiasieger Christian Gille/Tomasz Wylenzek (Leipzig/Essen) belegten um 48 Tausendstel geschlagen Platz zwei. Dem Viererkajak der Männer reichte Platz drei für das Final-Ticket.

1 000 Regencapes gegen das schlechte Wetter

"Man sieht, dass das schlechte Wetter der guten Stimmung im Team keinen Abbruch tut", erklärte Sportdirektor Jens Kahl. Ein Sponsor stellte noch einmal 1 000 Extra-Regencapes zur Verfügung. Sie könnten am Wochenende noch wichtiger werden, da weitere schwere Gewitter vorhergesagt sind.

Der Iran ist unterdessen von der WM-Teilnahme ausgeschlossen worden. Der Internationale Kanu-Verband (ICF) griff hart durch, weil das Land den Mitgliedsbeitrag und das Startgeld bei den Titelkämpfen nicht vollständig bezahlt hatte. Damit sind bei der WM nur noch 89 Nationen am Start - mit Deutschland als großem Goldfavoriten.

© SID

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