Kanu WM
Für Kanuten beginnt der Kampf um Olympiatickets

Ab heute können sich die deutschen Slalomkanuten bei der WM in Brasilien für die Olympischen Spiele in Peking qualifizieren. Allerdings steht jeder Nation nur ein Peking-Startplatz pro Disziplin zur Verfügung.

Bei der WM in Brasilien kämpfen die deutschen Slalomkanuten ab heute nicht nur um Medaillen, sondern gleichzeitig um die begehrten Tickets für die Olympischen Spiele in Peking. Dabei steht den Athleten die härteste Qualifikation aller Zeiten bevor. Bei den Titelkämpfen in Foz do Iguassu kann in jeder Disziplin pro Nation nur ein Peking-Startplatz erkämpft werden. Erstmals in der WM-Geschichte wird der Videobeweis eingesetzt, um unberechtige Zeitstrafen an den Toren zu verhindern.

"Mindestens einer muss durchkommen"

"Quotenplätze in allen vier Disziplinen sind für uns immens wichtig. Schließlich haben wir überall auch Medaillenchancen", sagt Sportdirektor Jens Kahl: "Wir sind so ausgeglichen, dass jeder vorn landen kann, aber mindestens einer muss für das Ticket durchkommen."

Die Peking-Norm des Weltverbandes ICF liegt für die Olympiazweiten Marcus Becker/Stefan Henze und ihre Teamkollegen nicht übermäßig hoch: Rang 15 in den beiden Kajak-Rennen, Platz zehn im Canadier und der sechste Rang im Zweiercanadier sind Pflicht.

Erstmals bei Olympia nur ein Boot pro Nation

Laut Kahl hätten deutsche WM-Medaillengewinner einen ersten Bonus für die harte interne Olympia-Qualifikation im nächsten Jahr. Erstmals wird bei Olympia nur ein Boot pro Nation zugelassen. Deutschland hat wie die anderen Top-Nationen Frankreich oder Slowakei also das Problem, aus vielen Assen auszuwählen.

Die Team-Weltmeister Nico Bettge und Jan Benzien zählen bei den Canadiern zu den Titelkandidaten. Ex-Weltmeisterin Jasmin Schornberg und die routinierte Ex-Vizeweltmeisterin Mandy Planert machen sich ebenfalls Hoffnungen.

Die 32-jährige Planert will nach Möglichkeit ihre Karriere mit einem gemeinsamen Olympia-Erlebnis mit ihrem Lebensgefährten Benzien in Peking krönen. Der gemeinsame Sohn Jonas, erst knapp anderthalb Jahre alt, ist während der dafür wichtigen WM-Tour nach Südamerika bei den Großeltern in Thüringen untergebracht.

© SID

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