Kanu WM
Kanuten streben bei WM in Kanada "drei Titel" an

Ab heute kämpfen die deutschen Kanuten bei der WM in Kanada um Edelmetall. "Drei Titel und sechs bis sieben Medaillen" sind laut DKV-Sportdirektor Jens Kahl das Ziel.

Trotz der Aufregung um die Änderungspläne im Olympia-Programm schon 2012 wollen sich die deutschen Kanuten bei der WM in Kanada voll und ganz auf die übliche Goldjagd konzentrieren. Auf dem idyllisch gelegenen Lake Banook in Dartmouth nahe des Atlantischen Ozeans stehen ab dem heutigen Donnerstag insgesamt 27 Wettbewerbe einschließlich der Staffel-Premieren im Sprint auf dem Programm.

"Drei Titel und sechs bis sieben Medaillen"

"Drei Titel und sechs bis sieben Medaillen in den zwölf olympischen Disziplinen sind das Ziel", sagte Jens Kahl. Ironisch fügte der Sportdirektor des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) hinzu: "Was ist eigentlich olympisch? Da können wir ja hinterher verschiedene Berechnungen anstellen."

Für Frust sorgt der Alleingang des Präsidiums des Kanu-Weltverbandes ICF um den Spanier Jose Perurena Lopez. Der Nachfolger des abgetretenen Ulrich Feldhoff an der ICF-Spitze klinkte bei seinem Antrag an das Internationale Olympische Komitee (IOC) seine eigene Rennsportkommission mit Kahl völlig aus.

Kahl moniert beispielsweise, dass unter der geplanten Herausnahme des 500-m-Zweiercanadiers (zugunsten eines weiteren Frauen-Rennens) die gesamte ohnehin nicht so starke Canadier-Sparte leiden würde. Nach Auffassung von Kahl handelte Perurena in diesem und auch in anderen Fällen gegen die Statuten, weil er den Kongress nicht mitbestimmen ließ. Unabhängig davon: Die IOC-Exekutive entscheidet am Donnerstag und Freitag in Berlin über den Antrag.

Das nach den Sommerspielen 2008 in Peking verjüngte deutsche Team ohne die abgetretenen Olympiasieger Andreas Dittmer und Christian Gille mit insgesamt 30 Athleten führt die viermalige Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin an. Die 31-jährige Potsdamerin feierte 1997 bei den ersten Titelkämpfen in Dartmouth ihr WM-Debüt mit zwei Siegen, damals sorgten die deutschen Paddler mit neun Erfolgen für einen Rekord - den toppten sie lediglich 2005 mit zehn Goldenen.

Bei der Heim-EM Ende Juni in Brandenburg sammelte die neue Garde immerhin 20 Medaillen (davon sechs Titel) ein. Aus diesem Grund hielten sich Änderungen in den vergangenen Wochen in den Olympia-Booten auch in Grenzen. Im Zweierkajak mit Fanny Fischer (Potsdam) verdrängte Nicole Reinhardt (Lampertheim) noch Franziska Weber (Potsdam).

Außerdem rückte der nach einer Erkrankung wieder in Schwung gekommene Zweierkajak-Olympiasieger Tim Wieskötter für seinen Potsdamer Vereinskollegen Torsten Eckbrett in das medaillenlose Viererkajak-Flaggschiff. "Dieses Boot mussten wir unter die Lupe nehmen. Bei einer Messfahrt war das Boot mit Wieskötter drei Sekunden schneller als mit Eckbrett", sagte Cheftrainer Reiner Kießler: "Tim bringt mehr Kraft in das Boot."

© SID

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