sonstige Sportarten
Kasache Iglinski siegt auf sechster Etappe

Der Kasache Maxim Iglinski hat die sechste Etappe der Deutschland-Tour für sich entschieden. Der 24 Jahre alte Domina-Vacance-Fahrer siegte im Sprint einer neunköpfigen Ausreißergruppe.

Die Ausreißer hatten am Samstag bei der Deutschland-Tour das Sagen: Vor den beiden entscheidenden Tagen haben es die Favoriten um Jan Ullrich ruhig angehen lassen. Der Kasache Maxim Iglinski nutzte die Chance und setzte sich auf der 171,3km langen sechsten Etappe von Friedrichshafen nach Singen im Sprint der neunköpfigen Spitzengruppe durch. Auf den zweiten Platz fuhr der Belgier Jürgen van den Broeck, Dritter wurde der Italiener Alessandro Ballan. Als bester Deutscher kam der Berliner Björn Schröder auf Rang zehn.

Leipheimer weiter vorne

In der Gesamtwertung führt weiter Gerolsteiner-Kapitän Levi Leipheimer (USA) mit 18 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Georg Totschnig (Österreich). T-Mobile-Kapitän Ullrich hat als Dritter 56 Sekunden Rückstand auf das Gelbe Trikot. Zweitbester Deutscher ist der Ansbacher Jörg Jaksche (1:28 Minuten zurück), der hinter dem viertplatzierten Australien Cadel Evans (1:22) auf dem fünften Rang liegt.

"Auch so eine Etappe kostet Kraft, da kann von Ausruhen keine Rede sein", sagte Ullrich. Ähnlich sah es Jaksche: "Die Etappe war nicht leicht. In der Schlussphase wurde es ein wenig gefährlich, deshalb kam es vor allem drauf an, nicht zu stürzen", sagte der 29-Jährige, der wie Ullrich mit dem Hauptfeld 2:10 Minuten nach dem Tagessieger das Ziel erreichte: "Wichtig ist die nächste Etappe auf den Feldberg, da geht´s wieder richtig zur Sache."

Im Hauptfeld taten die Teams Gerolsteiner und T-Mobile nur das Nötigste, um die Ausreißer nicht zu weit enteilen zu lassen. Gefahr für das Gelbe Trikot bestand angesichts der geringen Zeitabstände zwischen Spitze und Hauptfeld allerdings zu keiner Zeit des Rennens, sodass man die "Flüchtigen" an der langen Leine ließ.

Zwar hatte es schon zu Beginn der Etappe immer wieder Attacken einzelner Fahrer gegeben, doch erst nach gut 100km formierte sich eine Spitzengruppe, der es gelang, sich entscheidend vom Feld abzusetzen. Zu den zwölf Fahrern, die ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauten, gehörte anfangs auch Schröder. Als die Ausreißergruppe am letzten von drei Anstiegen des Tages das Etappenfinale einläutete, konnte der Wiesenhof-Fahrer jedoch nicht mehr folgen.

Fortgesetzt wird die Rundfahrt am Sonntag mit dem siebten Teilstück von Singen auf den Feldberg (177,7km). Einen Tag vor dem entscheidenden Einzelzeitfahren (31,1km) dürfte vor allem auf dem Schlussanstieg noch einmal der Kampf um das Gelbe Trikot entbrennen. Bei der letzten Bergankunft auf dem höchsten Gipfel des Schwarzwalds vor zwei Jahren gab es einen Vierfach-Triumph der spanischen Once-Mannschaft, für die der Portugiese Jose Azevedo vor Gesamtsieger Igor Gonzalez de Galdeano gewann. Vierter wurde Jaksche, der damals ebenfalls für Liberty-Seguros-Vorgänger Once fuhr.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%