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Kein Edelmetall für Kamrau zum WM-Auftakt

Bei den Weltmeisterschaften der Schwimmer in Montreal hat Britta Kamrau über die fünf Kilometer als Sechste eine Medaille verpasst. Über zehn und 25 Kilometer hat die Rostockerin aber noch realistische Titelchancen.

Unterm Strich war Britta Kamrau mit ihrem persönlichen Auftakt bei der Schwimm-WM in Montreal nicht unzufrieden, doch war sie nicht rundum glücklich mit den Umständen beim Rennen auf der olympischen Regattastrecke von 1976. "Das war ein Hauen und Stechen im Wasser. Es ist unfassbar, dass es keine Disqualifikationen gegeben hat", schimpfte Kamrau nach Platz sechs über 5km, fügte aber auch selbstkritisch hinzu: "Ich bin nicht so toll geschwommen."

Bei der ersten Entscheidung der internationalen Titelkämpfe in Kanada war die größte Goldhoffnung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) ohne Chance. Im Ziel hatte die Rostockerin (56:18,3 Minuten) 98,2 Sekunden Rückstand auf die Russin Larisa Iltschenko (Russland), die ihren Titel von Dubai erfolgreich verteidigte. Silber sicherte sich überraschend die US-Amerikanerin Margy Keefe (55:44,3) vor der Niederländerin Edith van Dijk, die ihre zwölfte Medaille bei einer WM holte. Johanna Manz (Rheinhessen) schwamm auf Platz 18 (57:57,4).

Kamraus Motto: Nach dem Rennen ist vor dem Rennen

"Der Knackpunkt war nach vier Kilometern. Da hat sich eine Lücke aufgetan, die ich nicht mehr zuschwimmen konnte. Mir hat ein bisschen die Grundschnelligkeit gefehlt", erklärte Kamrau: "Schade, dass es mit einer Medaille nicht geklappt hat."

Auch die Anfeuerungsversuche von ihrem Betreuer und künftigen Ehemann Augusto Corestein, der Kamrau über die gesamte Strecke auf dem Fahrrad begleitete, halfen der 26-Jährigen nicht mehr. Am Ende reichte es zeitgleich mit der Tschechin Jana Pechanova nur zu Platz sechs - zwei Ränge schlechter als vor einem Jahr in Dubai. Dabei hatte die selbsternannte "Frostbeule" im 27,3 Grad warmen Wasser auf der Ile Notre Dame optimale Bedingungen vorgefunden.

Zwar blieb die erhoffte Initialzündung für die deutschen Athleten in unmittelbarer Nähe der Formel-1-Rennstrecke aus, trotzdem ist Langstrecken-Coach Christian Bartsch am Mittwoch über 10km und Freitag über 25km von einem guten Abschneiden Kamraus überzeugt. "Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Ob sie ihre Titel über die beiden Strecken verteidigen kann, ist natürlich schwer zu sagen", meinte Bartsch, sprach Kamrau aber Mut zu: "Dieser sechste Platz zum Auftakt war ja nicht schlecht."

© SID

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