Keine Chance mehr auf Pole Position
Schumacher vom Regen auf Platz 18 gespült

Der erste Teil der Qualifikation zum Großen Preis von Australien ist für Formel-1-Weltmeister zu einem Desaster geworden. Bei starken Regenfällen landeten sogar die Minardi vor dem Champion.

HB BERLIN. Der Italiener Giancarlo Fisichella hat den ersten Teil der Qualifikation zum Großen Preis von Australien in Melbourne gewonnen. Bei ungleichen Bedingungen für die Fahrer fuhr der Renault-Pilot am Samstagmittag (Ortszeit) zum Formel-1- Saisonauftakt mit 1:33,171 Minuten die schnellste Zeit.

Er profitierte davon, dass bei seiner Runde auf dem 5,303 km langen Kurs im Albert Park die Piste fast trocken war. Auch der zweitplatzierte Toyota-Fahrer Jarno Trulli (1:35,270) und der Australier Mark Webber im Williams-BMW (1:36,717) konnten ihr Einzelzeitfahren noch bei günstigeren Verhältnissen absolvieren.

In der «Regenlotterie» zog Weltmeister Michael Schumacher eine Niete. Der Ferrari-Pilot kam auf die Strecke, als gerade ein Platzregen über den Albert Park niedergegangen war. Der Kerpener rutschte sich mit einem Rückstand von 24,760 Sekunden auf 18. Platz. «Das Wetter hat mich so oft begünstigt, dass ich es akzeptieren kann, dass es diesmal nicht so war», blieb der Kerpener gelassen.

Williams-BMW-Neuling Nick Heidfeld kam trotz eines Fahrfehlers auf halbwegs trockener Strecke in 1:39,717 Minuten auf Platz sieben. «Ich kann mit meiner Runde nicht zufrieden sein», sagte der Mönchengladbacher. «Ich habe mich in Kurve zwölf zu weit nach außen tragen lassen, bin neben die Strecke gerutscht und habe Zeit verloren.» Der spät gestartete Toyota-Zugang Ralf Schumacher (1:51,495) wurde 17. und war einen Platz besser als sein Bruder. «Das war eine Lotterie für jeden», meinte er.

Michael Schumacher hat nach seinem Pech am Samstag keine Chance mehr auf die Pole Position. Nach dem neuen Modus wird der zweite Durchgang der Qualifikation am Sonntag (0.00 Uhr MEZ) vier Stunden vor dem Rennen (4.00 Uhr MEZ) ausgefahren. Die in den beiden Qualifikationen erzielten Zeiten der Fahrer werden zusammengezählt. «Wir wollen jetzt versuchen, Punkte nach Hause zu bringen oder sogar noch mehr. Ich denke, das Podium ist nicht außerhalb der Möglichkeiten, aber es wird sehr schwierig sein», sagte Schumacher.

Noch mehr Pech als Michael Schumacher hatte der Japaner Takuma Sato, der von der Strecke rutschte und seinen BAR-Honda beschädigte. Sauber-Fahrer Felipe Massa, der kurz vor Schumacher gestartet war, hatte mit Trockenreifen auf dem nassen Asphalt keine Chance und gab seine Runde auf.

Vor Michael Schumacher lagen sogar noch die Minardi-Piloten Christijan Albers und Patrick Friesacher auf den Rängen 15 und 16. Die Formel-1-Debütanten aus den Niederlanden und Österreich durften am Samstag erstmals für das Hinterbänkler-Team auf die Strecke. Zuvor hatte Teamchef Paul Stoddart im Streit um die Starterlaubnis für das erste Saisonrennen eingelenkt. Er teilte mit, dass er die beim Obersten Gerichtshof in Victoria erwirkte Einstweiligen Verfügung nicht nutzen wolle. Stoddart hatte versucht, mit nicht regelkonformen Autos zu starten. Die Rennleitung hatte dies abgelehnt. In der Nacht zum Samstag ließ er die Wagen doch noch entsprechend dem neuen Reglement umbauen.

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