Keine Sorgen um Andreas Klöden
Ullrich: Will die Tour noch einmal gewinnen

Radprofi Jan Ullrich hat in seiner Karriere noch ein großes Ziel vor Augen. Der 31-Jährige T-Mobile-Kapitän ist derzeit wieder einmal erkältet.

HB BERLIN. Radprofi Jan Ullrich schlägt sich einmal mehr mit einer Erkältung herum. «Nur ein kleiner Schnupfen. Er konnte zuletzt bei sich zu Hause in seiner Höhenkammer ohne größere Beeinträchtigung trainieren. Der nächste geplante Start bei der Katalonien-Rundfahrt vom 16. bis 22. Mai ist nicht gefährdet», beschwichtigte Ullrich-Betreuer Rudy Pevenage.

Ein großes Ziel hat Ullrich in seiner Karriere noch. «Ich fahre noch so lange, bis ich die Tour noch einmal gewonnen habe», so der gebürtige Rostocker im «Aktuellen Sportstudio». Ab 2. Juli kommt es in Frankreich zum letzten Duell zwischen Armstrong und dem von ihm bei der Tour vier Mal bezwungenen Ullrich. Der 33-jährige Texaner hatte vor Beginn der Georgia-Tour, die er im Vorjahr in seiner Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt in Frankreich gewann, seinen Rücktritt zum 24. Juli erklärt. «Lance wird wieder topfit am Start sein und ich werde versuchen, ihn zu schlagen», prophezeite Ullrich, der wie immer bei der Tour de Suisse vom 11. bis 19. Juni seine Tour-Generalprobe absolvieren und auf die deutschen Meisterschaften in Mannheim verzichten wird.

Bei seinem Fernseh-Auftritt wischte der 31-Jährige Ullrich Bedenken hinsichtlich der aktuellen Formschwäche seines Team-Kollegen und Freundes Andreas Klöden vom Tisch: «Ich mache mir seinetwegen keine Sorgen. Ich weiß, wie hart er trainiert hat. Es ist bei ihm wie bei mir: Er muss erst im Juli schnell fahren und topfit sein.» Der Tour-Zweite des vergangenen Jahres hatte die Baskenland-Rundfahrt abgebrochen, nach einem Trainings-Neuaufbau danach auch den Flèche Wallonne. Für das zehnte ProTour-Rennen Lüttich-Bastogne-Lüttich wurde Klöden wegen Leistungsschwäche aus dem T-Mobile-Kader gestrichen. Auch beim deutschen Klassiker «Rund um den Henninger Turm» wird er am 1. Mai in Frankfurt nicht auftreten.

>«Wenn alle gesund sind, haben wir eine der besten Mannschaften der Welt. Aber Ausfälle reißen natürlich Löcher. Im Vorjahr fiel kurz vor der Tour Winokurow verletzt aus», sagte T-Mobile-Kapitän Ullrich, der damit eine frühere Aussage vom «besten Team der Welt» relativierte. T-Mobile hat zur Zeit mit enormen Start-Schwierigkeiten zu kämpfen. Neun Wochen nach Saisonstart wartet das Starensemble aus Bonn noch immer auf den ersten Sieg 2005.

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