Keineswegs überraschend
Borussia hat Transferrechte fast aller Spieler als Kreditsicherheit verpfändet

Der finanziell angeschlagene Fußballclub Borussia Dortmund hat nach Informationen des Handelsblatts aus Unternehmenskreisen die Transferrechte fast aller Spieler von Wert als Sicherheit für Darlehensverträge hinterlegt.

DÜSSELDORF. Jochen Rölfs, Wirtschaftsprüfer und Sanierungshelfer des BVB, sagte, er halte dies jedoch "in dieser Lage" keineswegs für überraschend. Die Spieler seien nun einmal neben Einnahmen aus TV-Rechten, Sponsoring und Kartenverkauf das wichtigste Kapital eines Fußballvereins.

Dass die Gläubiger sich durch Übertragung der Spielerrechte absichern, hält Rölfs zudem in der gesamten Branche für einen gewöhnlichen Vorgang. Keine Angaben wollte der Chef der Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rölfs Partner, der auch den Sanierungsplan für den BVB entworfen hat, darüber machen, welche der 67 Geldgeber einen Spielervertrag als Sicherheit bekommen haben. Andere Bundesliga-Clubs erklärten auf Anfrage des Handelsblatts, Transferrechte nicht als Kreditsicherheiten zu benutzen. "Wir machen so etwa nicht", bekräftigte Ansgar Schwenken, Vorstandsmitglied des VFL Bochum. Gleiches ist auch aus Schalke, Rostock, Stuttgart, Bremen und vom HSV zu hören.

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