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Kiefer kämpft sich in die dritte Runde

Nicolas Kiefer (Hannover) hat sich bei den US Open in New York den Einzug in die dritte Runde erkämpft. Der Daviscupspieler bog gegen den Tschechen Radek Stepanek einen 0:2-Satzrückstand noch um.

Nach Tommy Haas hat auch dessen Daviscupkollege Nicolas Kiefer die dritte Runde bei den 125. US Open in New York erreicht. Der 28-Jährige aus Hannover rang in einem spannenden Fünf-Satz-Match den Tschechen Radek Stepanek mit 4:6, 4:6, 6:4, 6:3, 6:3 nieder. Kiefer schaffte damit den vierten Sieg nach einem 0:2-Satzrückstand in seiner Karriere. Sein nächster Gegner ist der Franzose Arnaud Clement, gegen den er im direkten Vergleich 4:1 führt. "Das wird wieder ein hartes und ausgeglichenes Match", sagte der Daviscupspieler aus Hannover: "Denn er hat ein ähnliches Spiel wie ich."

Auch Clement brauchte fünf Sätze, um den britischen Jungstar Andy Murray auszuschalten. "Dass ich dieses Ding noch rausgerissen habe, ist natürlich gut für mein Selbstvertrauen", sagte er. Körperlich fühlt er sich trotz des Marathonmatches gut: "Ich bin absolut fit, habe keine Probleme."

Wechselbad der Gefühle

Auf Platz zehn im Schatten des gewaltigen Arthur-Ashe-Stadions durchlebte Kiefer ein Wechselbad der Gefühle. Der 28-Jährige schlich in den ersten beiden Sätzen wie unbeteiligt über den Platz. Keine sichtbaren Emotionen, er schob die Bälle irgendwie übers Netz oder auch ins Aus. "Ich bin halt am Anfang nicht dazu gekommen, die Faust zu zeigen", sagte Kiefer: "Nach dem Break im dritten Satz war ich dann da."

Daviscup-Kapitän Patrik Kühnen sah sich das Match an und wunderte sich erneut über Kiefer. "Entscheidend ist, dass er diese Spiele gewinnt", sagte der 39-Jährige: "Er ist einfach besser, wenn er emotional im Spiel ist und nicht auf cool macht."

Aufschlag als Rettung

Doch die Emotionen lassen sich nicht erzwingen bei dem Niedersachen. "Mich hat mein guter Aufschlag gerettet", sagte Kiefer: "Wohl gefühlt habe ich mich nicht, aber ich habe versucht, immer weiter zu kämpfen und dran zu bleiben."

Vor dem Daviscup-Match Ende des Monats gegen die Tschechen in Liberec jedenfalls hat Kiefer schon mal signalisiert, dass mit ihm zu rechnen ist. Dabei ist noch völlig offen, ob Stepanek überhaupt antritt, im Augenblick will er noch nicht. "Wir werden ja sehen, wer da kommt", sagte Kühnen: "Ich rechne mit Jan Hernych und Tomas Berdych als Einzelspieler."

© SID

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