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Kiefer patzt - Daviscup-Team hofft auf Haas

Daviscup-Spieler Nicolas Kiefer hat sein zweites Einzel gegen den Tschechen Tomas Berdych knapp mit 7:6 (7:5), 3:6, 6:2, 4:6, 5:7 verloren. Im entscheidenden letzten Einzel steht nun Tommy Haas unter Zugzwang.

Bei den Daviscup-Play-offs in Liberec hat Nicolas Kiefer den vorzeitigen Gesamtsieg verpasst und Tommy Haas unter Zugzwang gesetzt. Kiefer verlor am Sonntag ein Marathon-Match gegen Tomas Berdych trotz unzähliger Chancen nach 4:29 Stunden mit 7:6 (7:5), 3:6, 6:2, 4:6, 5:7 und kassierte damit den 2:2-Ausgleich. Anschließend tritt Haas im letzten Einzel gegen Tomas Zib an, dessen Ergebnis über Aufstieg oder Zweitklassigkeit entscheiden muss.

Kiefer hatte am Freitag dafür gesorgt, dass Deutschland nicht aussichtslos in Rückstand geriet. Nach der Auftakt-Niederlage von Haas gegen Berdych glich der 28-jährige Hannoveraner mit seinem Viersatzsieg gegen Zib zum 1:1 aus. Das Doppel legte am Samstag in einem spektakulären und hochspannenden Match mit dem 4:6, 7:5, 6:2, 2:6, 6:4 den Grundstein für einen deutschen Sieg, den Kiefer am Sonntag auf dem Schläger hatte, aber nicht perfekt machen konnte.

Das Match gegen Berdych begann alles andere als vielversprechend für die deutsche Nummer eins, Kiefer wurde phasenweise regelrecht vorgeführt. Zwei schnelle Breaks des Tschechen zum 3:2 und 5:2 schienen den ersten Satz bereits entschieden zu haben, doch Kiefer blieb cool. Punkt um Punkt holte er auf, schaffte das Rebreak zum 3:5 und den Anschluss zum 4:5, glich zum 5:5 aus und ließ sich auch im Tiebreak nicht aus der Ruhe bringen. Nach einer Stunde hatte er den ersten Satz für sich entschieden.

Kiefer mit Psychotricks

Im zweiten Durchgang reichte Berdych ein Break zum 3:1, um den Satz mit 6:3 für sich zu entscheiden. Dabei spielten die beiden Kontrahenten jeden Punkt verbissen aus, am Ende hatte oft nicht der Bessere sondern der Glücklichere die Nase vorn. Kiefer entnervte seinen Gegner mit vielen kleinen Mätzchen, endlos lange bereitete er sich auf jeden Aufschlag vor, ließ sich immer wieder andere Bälle oder das Handtuch reichen und diskutierte viel und gerne mit Schieds- und Linienrichtern.

Seine Psycho-Spielchen blieben nicht ohne Wirkung, ein frühes Break zum 2:0 reichte zum Gewinn des dritten Satzes. Im vierten Durchgang machte er das erste Break zum 3:4 noch wett, konnte dann aber das zweite zum 4:5 nicht mehr kontern und ermöglichte Berdych damit den Satzausgleich. Unter dem Strich ließ Kiefer zu viele Chancen ungenutzt, und obwohl Berdych ganz offensichtlich Probleme mit dem Spiel seines Gegners hatte, konnte dieser daraus kein Kapital schlagen. Das rächte sich im fünften Satz, als Berdych mit dem Break zum 6:5 die Entscheidung zu seinen Gunsten einleitete.

© SID

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