HB HAMBURG. Das Hamburger Landgericht hat die Unterlassungsklage des ehemaligen Radprofis Jan Ullrich gegen den Doping-Experten Werner Franke zurückgewiesen. Die Pressekammer beendete damit am Freitag die seit vier Jahren andauernde Dauerfehde.
Ullrich hatte Franke wegen angeblicher Falschaussage verklagt und in erster Instanz Recht bekommen. Franke legte dagegen Rechtsmittel ein.
Er hatte behauptet, der Tour-de-France-Sieger von 1997 habe dem spanischen Arzt Eufemiano Fuentes mindestens 35 000 Euro für den Erwerb von Dopingmitteln gezahlt. Ullrich hatte dies eidesstattlich abgestritten.
Unmittelbar vor Bekanntwerden des Urteils hatte Ullrich erklärt, er habe ein Burn-Out-Syndrom. Das würde "eine längere Behandlung" erfordern, schrieb der im Februar 2007 zurückgetretene Radprofi auf seiner Homepage. Unter "Burn Out" versteht man das Gefühl, ausgebrannt zu sein. Durch seinen Tour-Triumph war Ullrich zum Sportstar aufstieg. 2006 wurde er wegen Dopingverdachts von seinem Team T-Mobile suspendiert. Es folgten zahlreiche juristische Auseinandersetzungen. Ullrich will sich bis zur Genesung völlig aus der Öffentlichkeit zurückziehen.
Ullrich hat gedopt, das stellten bKA und Staatsanwaltschaft fest. Ullrich besuchte Fuentes, das bestätigte Pevenage. Ullrich ist einer der großen Dopinggauner im Radsport. Dazu noch dieses Lügengebäude und obendrauf eine falsche eidesstattliche Versicherung: da muss jetzt was geschehen.
beim Streit Ullrich gegen Franke steht ja Aussage gegen Aussage. Die grundlegende Frage bleibt: Hat jeder Gewinner der Tour-de-France gedopt? Läßt sich nur durch Doping die nötige Kraft und Ausdauer für den Sieg erreichen?
Wenn ja ist Ullrich nicht nur Täter als Dopingsünder sondern auch Opfer eines brutalen Sports. in diesem Sinne kann ich sein burn Out Gefühl schon verstehen.
Es gibt nur eine Wahrheit. Also wissen wir nichts, wenn die beiden instanzen genau konträr urteilen.
5 Kommentare
Alle Kommentare lesen