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Klaschka gibt sich nach großem Kampf geschlagen

Stark gespielt, dennoch verloren: Die Münchner Qualifikantin Sabine Klaschka musste sich in der zweiten Runde von Wimbledon der Russin Jelena Dementjewa nach zähem Kampf doch noch mit 6:2, 3:6, 6:8 geschlagen geben.

Nur hauchdünn ist Sabine Klaschka in Wimbledon an der großen Sensation vorbeigeschlittert. Die 24-jährige Qualifikantin aus München unterlag in der zweiten Runde der 119. All England Championships mit 6:2, 3:6, 6:8 gegen die Weltranglisten-Fünfte Jelena Dementjewa, welche Klaschka durch ihren beherzten Auftritt vor ungeahnte Schwierigkeiten stellte.

Am Ende eines über weite Strecken ausgeglichenen Matches aber setzte sich die größere Routine und Nervenstärke von Dementjewa durch. Klatschka bleibt nach ihrer ersten Qualifikation für ein Grand-Slam-Turnier und dem Erstrundensieg über die Britin Elena Baltacha dennoch der größte Erfolg ihrer Laufbahn und mit knapp 17. 000 Euro das größte Preisgeld ihrer Karriere.

"Auf Rasen gefährlich"

Auf Platz drei, der Tommy Haas am Vortag mit seinem bizarren Unfall vor seinem Match gegen den Serben Janko Tipsarevic so viel Pech gebracht hatte, lieferte Klaschka wohl eines der besten Spiele ihrer seit 1998 andauernden Laufbahn. "Ich hatte ja nichts zu verlieren, ich wollte die Partie ganz locker angehen", hatte sie sich als Marschroute in das bislang wichtigste Spiel ihrer Karriere vorgenommen.

Und das gelang ihr. Bereits im ersten Spiel konnte sie der Russin das erste Mal den Aufschlag abnehmen. Konsequent nutzte sie die bekannte Serviceschwäche der zweimaligen Grand-Slam-Finalistin von Paris und New York aus und attackierte insbesondere den zweiten Aufschlag von Dementjewa mit ihrer ungewöhnlich gerade geschlagenen Vorhand. "Sie ist mit ihrem Spiel auf Rasen gefährlich", wusste Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner.

Die bislang nur ausgesprochenen Experten bekannte Münchnerin, die vor dem Turnier in der Weltrangliste nur auf Platz 177 geführt wurde, konnte aber auch nicht die schwache Bilanz der deutschen Damen verbessern, die seit 2001 keine Spielerin mehr in die dritte Runde brachten.

"Break-Festival"

Im zweiten Durchgang hatte sich Dementjewa etwas besser auf das Spiel der ihr bislang unbekannten Deutschen eingestellt und servierte auch etwas konstanter. Die 23-Jährige aus Moskau nahm Klaschka zum 5:3 den Aufschlag ab und erreichte den dritten Satz. Doch erstaunlicherweise konnte Klaschka auch im entscheidenden Durchgang gegen die nun deutlich verbesserte Russin noch mithalten, lieferte der hohen Favoritin weiterhin ein offenes Match und lag zwischendurch sogar mit 4:2 in Führung, kassierte aber sofort wieder das Rebreak. Bei einem wahren Break-Festival hatte die Russin das glückliche Ende für sich und verhinderte ein kleines Tennis-Märchen.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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