Klitschko kämpft in New York
„Kein Gegner der Welt hat eine Chance gegen mich“

Nach sieben Jahren boxt Wladimir Klitschko wieder in den USA. In New York tritt er gegen den Amerikaner Jennings an. Dabei geht es um drei Weltmeistergürtel – und um die Zukunft des Schwergewichtsboxens in den USA.
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Wenn am 25. April im Madison Square Garden in New York wieder der berühmte Satz „Let's get ready to rumble“ ertönt, wird es nicht weniger als um die Zukunft des Schwergewichtsboxens in den USA gehen. Wladimir Klitschko wird nach siebenjähriger Abstinenz gegen den Amerikaner Bryan Jennings in den USA kämpfen.

Es werden 19.000 Zuschauer in der legendären Boxarena des Madison Square Garden erwartet. „Für jeden Boxer ist es ein Ritterschlag, dort in den Ring zu steigen. Alle großen Schwergewichtler haben dort geboxt – von Jack Dempsey, Max Schmeling, Joe Louis, Muhammad Ali, Joe Frazier bis hin zu Mike Tyson, Evander Holyfield und Lennox Lewis. Diese Arena besitzt ein einmaliges Flair“, sagt Klitschko, Weltmeister nach WBO, IBF und WBA.

Doch wie man an der Aufzählung der berühmten Boxer ablesen kann, ist es schon eine Weile her, dass ein großen Schwergewichtler für die USA geboxt hat. Der letzte war Mike Tyson. Und genau hier liegt das Problem der „Königsklasse“ des Boxens. In den USA interessiert sich kaum noch jemand fürs Schwergewicht. Und das ist auch jetzt nicht anders.

Klitschkos Kampf gegen Jennings steht nämlich absolut im Schatten des „Jahrhundertfights“ der Weltergewichtler Floyd Mayweather gegen Manny Pacquiao am 2. Mai in Las Vegas. Das erkennt man auch an den Ticketpreisen. Während es für den Mayweather-Fight nur noch Tickets auf dem Sekundärmarkt zu kaufen gibt und die auch nicht für unter 4000 Dollar zu bekommen sind, gibt es für den Klitschko-Kampf noch Restkarten zum „Schnäppchenpreis“ von 100 Dollar. Zu Zeiten von Ali oder Tyson wäre ein solcher Preisunterschied zwischen dem Weltergewicht und dem „Flaggschiff des Boxens“ undenkbar gewesen.

Der Schwergewichtsweltmeister ist allerdings nicht neidisch auf den großen Rummel um den Mayweather-Kampf – im Gegenteil. „Ich freue mich, dass so ein Event mit so viel Aufmerksamkeit und so viel Geld im Boxsport passiert. Ich glaube, das macht den Boxsport attraktiver, interessanter, angesagter“, sagte der Box-Champion dem TV-Sender RTL.

„Seit dem letzten Sieg 2008 gegen WBO-Weltmeister Ibragimow hatte ich schon gedacht, ich werde nicht mehr nach New York zurückkehren“, erklärte der jüngere der Klitschko-Brüder in einem Interview im Vorfeld des Kampfes. Genau zu der Zeit begann sich die Schwergewichtsszene zu verändern. Immer mehr Boxer aus dem „Osten“ begannen sich im Ring zu messen, während es in USA immer mehr zum Ultimate Fighting und in kleinere Gewichtsklassen hinzog.

Ob sich das mit dem Kampf gegen Bryant Jennings ändert, bleibt abzuwarten. Der Amerikaner wird aller Voraussicht nach kaum eine Chance gegen den sieben Zentimeter größeren Ukrainer haben. Denn mit gerade einmal 19 Profikämpfen ist sein Kampfkonto noch recht dünn. Außerdem waren bei den bisherigen Duellen keine Hochkaräter dabei.

Jennings gibt sich dennoch kämpferisch. „Ich bin aggressiv. Das ist der Kampfstil, den Klitschko hasst. Gegen diesen hat er drei Mal verloren. Wenn ich ihn treffe, wird es für ihn zu spät sein“, sagte der in 19 Kämpfen unbesiegte 30-Jährige der „Sport Bild“.

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„Lucky Punch gegen mich ist nur möglich, wenn ich schlafe“

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