Klitschko-Kampf

Favorit Klitschko gegen die Ungewissheit

Wladimir Klitschko steigt am Samstag wie immer als Favorit in den Ring. Zu einseitig waren die Begegnungen in den vergangenen Jahren. Es könnte diesmal anders werden. Kubrat Pulew eilt Lob voraus. Was kann er wirklich?
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Das Wiegen vor dem WM-Kampf: Die Boxer Wladimir Klitschko (l.) und Kubrat Pulew. Quelle: dpa

Das Wiegen vor dem WM-Kampf: Die Boxer Wladimir Klitschko (l.) und Kubrat Pulew.

(Foto: dpa)

HamburgWladimir Klitschko regiert das Schwergewicht des Berufsboxens schon so lange, dass kaum jemand an seinen Sturz zu denken wagt. Der 38 Jahre alte Ukrainer ist seit acht Jahren Champion, hat seit zehn Jahren nicht mehr verloren. Und jetzt soll ihm ausgerechnet ein Bulgare namens Kubrat Pulew die Titel von IBF, WBO und WBA entreißen?

„Vielleicht ist das die schwerste Aufgabe, vor der Klitschko je im Boxring stand“, sagt Pulew-Promoter Kalle Sauerland über das Duell am Samstag (22.10 Uhr/RTL) in Hamburg. „Wladimir ist ein großer Champion. Aber Kubrat ist ein großer Herausforderer.“

Der Gegner wurde nicht ausgesucht wie bei einer freiwilligen Titelverteidigung. Als Nummer eins der IBF ist der 33-jährige Pulew Pflichtherausforderer. „Für mich ist Pulew der Stärkste im Schwergewicht nach Klitschko“, betont Jean-Marcel Nartz, einst Technischer Leiter bei Sauerland. Groß war das Heckmeck im Vorfeld.

Streit um fehlende Doping-Trainingskontrollen bei Klitschko, Streit um den Kampfvertrag, Aussperrung von Sauerland-Vertretern bei der Pressekonferenz, Streit um die von Klitschko ausgesuchten Handschuhe. Beide Seiten machen keinen Hehl aus ihrer Abneigung füreinander.

Das sind die Top-Verdiener im Sport
Qatar ATP Open Tennis
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Platz 15 - Rafael Nadal

Der Spanier ist nicht nur auf dem Grün erfolgreich: Die Nummer zwei im Tennis verdiente 31,51 Mio. Dollar. Im Vergleich zu seinem Konkurrenten Roger Federer ist das allerdings wenig. Er liegt im Ranking viel weiter vorne.

Britain Soccer FA Cup
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Platz 18 - Wayne Rooney

Nur drei Fußballer sind in den Top 20 - und er ist einer von ihnen: Manchester Uniteds Wayne Rooney. Er generierte 29,2 Mio. Dollar. Das US-Magazin Sports Illustrated kürt jedes Jahr die Top-Verdiener im Sport.

New York Yankees Alex Rodriguez flips his bat after a called strike during sixth inning against the Florida Marlins in Miami
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Platz  10 – Alex Rodriguez

Den letzten Platz in der Top-10 belegt Alex Rodriguez 36 Mio. Dollar Jahresgehalt. Einen Großteil davon erzielte er nicht – wie in der Top 10 üblich – mit Werbegeldern, sondern mit seinem glänzenden Gehalt von 32 Mio. Dollar.

File photo of Indianapolis Colts quarterback Peyton Manning in Miami
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Platz  9 – Peyton Manning

Der bestbezahlte Quarterback der NFL: Peyton Manning von den Indianapolis Colts kommt auf 38,07 Mio. Dollar.

Real Madrid's Ronaldo celebrates after scoring against Sevilla during their Spanish first division soccer match in Seville
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Platz  8 – Cristiano Ronaldo

In der vergangenen Saison schoss Real-Madrids Stürmer das wichtigste Tor seiner Karriere und holte den Ligatitel. Auch außerhalb des Stadions erzielte der Stürmer Spitzenleistungen, gehört mit 38,8 Mio. Dollar zu den Topverdienern im Fußball. Nur einer verdient mehr …

Spain Messis Napkin Soccer
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Platz  7 – Lionel Messi

Er erhielt für seinen genialen Fußball den Titel Weltfußballer des Jahres – und ist auch der am besten bezahlte im Rasensport (43,8 Mio. Dollar). Obwohl der Sport weltberühmt ist, fließen die größten Gehälter und Werbebudgets in andere Sportarten …

Heat forward James passes to forward Haslem as Mavericks players defend during their NBA basketball game in Dallas, Texas
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Platz 6 - LeBron James

Er (m.) hat zwar keinen NBA-Titel gewonnen wie sein deutscher Basketballkollege Dirk Nowitziki (l.) mit den Dallas Mavericks, machte dennoch 44,5 Mio. Dollar im vergangenen Jahr. Der Stürmer der Miami Heat nahm alleine 30 Mio. mit Werbedeals ein. Nowitzki taucht im Ranking nicht auf.

20 Profikämpfe hat der in Berlin lebende Pulew bislang bestritten und alle gewonnen. Klitschko hat mehr zu bieten: Er steht bei 65 Kämpfen und 62 Siegen. „Wladimir ist wie ein guter Wein: Je älter, desto besser. Er hat seine Schwächen noch weiter reduziert“, schwärmt Thomas Pütz, Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB).

Beim Wiegen am Freitag in einem Hamburger Einkaufszentrum meldeten beide nahezu Gleichstand. Klitschko wog 111,5 Kilogramm. Sein fünf Jahre jüngerer Rivale brachte 500 Gramm mehr auf die Waage.

„Pulew hat eine Chance“
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