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Klösel sorgt für das erlösende 3:1 gegen Kroatien

Die deutschen Fed-Cup-Damen sind wieder erstklassig. Sandra Klösel sorgte im kroatischen Bol durch ein 6:2, 6:4 gegen Jelena Kostanic für das entscheidende 3:1 gegen die Gastgeberinnen. Am Ende hieß es gar 4:1.

Nach dem Karriereende von Steffi Graf gab es für die deutschen Tennis-Damen äußerst selten Grund zur Freude. Im kroatischen Bol gab es nun aber endlich wieder ein Erfolgserlebnis: Die Münchnerin Sandra Klösel löste beim Fed-Cup-Play-off durch einen 6:2, 6:4-Erfolg gegen Jelena Kostanic das Ticket für die Weltgruppe 1 der acht weltbesten Teams,die Auslosung dafür findet in der ersten Oktober-Woche in London statt. Entscheidenden Anteil an der Rückkehr in die "Beletage" hatte Spitzenspielerin Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn), die ihre beiden Einzel gegen Kostanic und Karolina Sprem gewann.

Zum Auftakt war die deutsche Mannschaft durch das 3:6, 4:6 der Augsburgerin Julia Schruff gegen Sprem mit 0:1 in Rückstand geraten. Grönefeld glich mit dem 6:1, 7:6 (7:5) gegen Kostanic aus und brachte die Gäste durch das 6:3, 6:7 (5:7), 6:2 gegen Sprem am Sonntag mit 2:1 in Führung. Sandra Klösel machte dann den Aufstieg perfekt. Am Ende hieß es gar 4:1 für die deutsche Equipe, da auch das Doppel Grönefeld/Schruff noch einen Sieg feierte. Gegen Sandra Mamic und Nika Ozegovic behielten die DTB-Damen mit 4:6, 6:3, 6:3 die Oberhand.

"Bin erleichtert und überglücklich"

"Ich bin erleichtert und überglücklich. Coachen ist viel anstrengender als selbst zu spielen", sagte Barbara Rittner, die erst seit dem 1. Januar im Amt ist und in kürzester Zeit aus einem zerstrittenen Haufen eine verschworene Gemeinschaft machte. Schon beim 4:1-Sieg gegen Indonesien im April in Essen, mit dem sich Deutschland für die Playoffs qualifizierte, trug die Handschrift der neuen Chefin erste Früchte.

Ein großes Sonderlob hatte Rittner für ihre Matchwinnerin Anna Lena Grönefeld parat: "Anna ist eine echte Führungsspielerin geworden", so die Teamchefin über ihre Nummer eins. Grönefelds Trainer Rafael Font de Mora hingegen hielt sich mit übermäßigem Lob zurück: "Anna war als Nummer 36 die höchstplatzierte Spielerin hier. Sie musste ganz klar ihre beiden Einzel gewinnen."Trotzdem machte es Grönefeld in beiden Matches unnötig spannend. Am Samstag gab sie in den ersten vier Spielen des ersten Satzes gegen Kostanic gerade mal zwei Punkte ab und gewann den Durchgang nach nur 20 Minuten mit 6:1. Im zweiten Satz konnte die große Blonde beim Stand von 2:2 und 3:3 insgesamt sieben Breakbälle nicht nutzen und kam dadurch etwas aus dem Rhythmus. Im Tiebreak holte sie dann einen 3:5-Rückstand noch auf und verwandelte schließlich nach 1:33 Stunden ihren ersten Matchball.

Grönefeld besiegt Sprem trotz kurzer Schwächephase

Am Sonntag führte Grönefeld gegen Sprem bereits mit 6:3, 3:0, ehe sie den Faden verlor und den zweiten Durchgang trotz einer 3:1-Führung im Tiebreak noch abgab. Auch im dritten Satz musste die Deutsche zunächst erbitterten Widerstand ihrer Gegnerin brechen, ehe sie beim Stand von 3:2 acht Punkte in Folge machte und auf 5:2 davonzog. Nach 2:37 Stunden verwandelte Grönefeld ihren zweiten Matchball. Klösel nutzte die Vorgabe mit einer soliden Leistung und brauchte nur 1:26 Stunden zum entscheidenden Sieg.

© SID

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