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Knaller am Fließband im Achtelfinale

Real gegen Juventus, Barcelona gegen Chelsea, Manchester gegen Milan und Bayern gegen Arsenal - mit Knallern am Fließband erwacht die Champions League aus ihrem 71 Tage währenden Winterschlaf.

dpa HAMBURG. Real gegen Juventus, Barcelona gegen Chelsea, Manchester gegen Milan und Bayern gegen Arsenal - mit Knallern am Fließband erwacht die Champions League aus ihrem 71 Tage währenden Winterschlaf.

"Ein solches Achtelfinale gab es noch nie, es wird womöglich attraktiver als die folgenden Runden", freut sich Trainer-Altmeister Ottmar Hitzfeld auf das programmierte Favoritensterben. Der 56-Jährige, der mit Borussia Dortmund (1997) und Bayern München (2001) die begehrteste Vereins-Trophäe gewann, sieht darin ein Plädoyer für die K.o.-Runde: "Obwohl vier große Teams ausscheiden werden, ist diese Auslosung die beste Werbung für den Fußball".

Ob es bei der Fußball-Ouvertüre auch tatsächlich zu den erhofften Paukenschlägen kommt, wird sich zeigen. Für Real Madrid ist das Kräftemessen mit Juventus Turin auf jeden Fall die letzte Chance auf einen Titel, nachdem in der Meisterschaft durch die 0:2-Heimpleite gegen Athletic Bilbao der Rückstand auf den FC Barcelona bereits sieben Punkte beträgt. "Luxemburgo hat nur noch eine Patrone im Magazin", titelte deshalb die Zeitung "El Pais", und "Marca" schlug ähnliche Töne an: "Real, es geht um alles".

Immerhin kann Coach Wanderley Luxemburgo ausgeruhte Kräfte aufbieten, nachdem er Ronaldo, Raul und Zinedine Zidane gegen Bilbao in einem missglückten Experiment geschont hatte. Doch der brasilianische Trainer macht sich mehr Sorgen um die psychische Verfassung seines Starensemble als um die Physis. "Die Spieler müssen ihre Gedanken endlich auf das Juventus-Match fokussieren und alle anderen Dinge beiseite lassen", sagte er. Dies gilt vor allem für David Beckham, der zum dritten Mal Vater wurde. "Wundervolle Nachrichten, sie lenken ihn hoffentlich nicht ab", meinte Luxemburgo.

Fünf Mal trafen die beiden Rekordmeister ihrer Länder im Europapokal aufeinander, drei Mal kam Real eine Runde weiter. Bitter aber war für die "Königlichen" das letzte Duell im Halbfinale vor zwei Jahren, als "Juve" ins Endspiel einzog. "Die Fehler von damals werden wir nicht mehr machen", versprach Zinedine Zidane vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Club: "Wenn wir erst einmal Juve ausschalten, werden wir in der Champions League Großes zu Stande bringen."

Die "alte Dame Juve" hat mit dem 0:0 in Messina seinen Acht-Punkte-Vorsprung in der Serie A aufgebraucht und ist vom punktgleichen AC Mailand überholt worden. Zudem plagen Trainer Fabio Capello personelle Probleme. Der französische Torjäger David Trezeguet muss wegen einer "mysteriösen Grippe", so die Zeitung "La Gazzetta dello Sport", aussetzen. Pavel Nedved reiste zwar mit nach Madrid. Doch ob der tschechische Ausnahmefußballer, der wegen Knieproblemen seit einem Monat nicht mehr gespielt hat, tatsächlich auflaufen kann, ist ungewiss.

Im Duell der Außenseiter erwartet der PSV Eindhoven den Vorjahres AS-Finalisten Monaco. Beim niederländischen Tabellenführer wertete Trainer Guus Hiddink die Generalprobe gegen NEC Nijmegen trotz des 4:1-Sieges als völlig misslungen. "Wir haben nicht geschlafen, wir waren im Koma", wetterte der Coach. Sein Gegenüber Didier Deschamps reist mit einer stolzen Serie an: Seit November sind die Monegassen ungeschlagen.

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