Königs unter sich
Weltreiterspiele haben ihren ersten Star

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte: Reitsportveranstaltungen in der Aachener Soers sind auch ein gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges. Die emotionale Eröffnungsfeier war ein Stelldichein der Prominenz von Bundesverteidigungsminister Junge bis NRW-Ministerpräsident Rüttgers, von BDI-Präsident Thumann bis Ex-Innenminister Schily.

AACHEN. Die Weltmeisterschaften im Tal der Soers – einen Steinwurf entfernt vom Stadion Tivoli der gerade in die Bundesliga aufgestiegenen Fußballer von Alemania Aachen – sind in diesen zwei Wochen nicht nur Bühne für die weltbesten Reiterinnen und Reiter der Welt, die akrobatischsten Turner auf dem galoppieren Pferd und die besten Kutschenfahrer. Sondern hier „outen“ sich ebenfalls gemeinhin berühmte Persönlichkeiten mit ihrer Leidenschaft zum Pferde, diesem edelsten aller Tiere. Es ist vor allem aber die Bühne für eine ausgesprochen elegante 32-jährige Dame aus dem internationalen Hoch- und Geldadel.

Da ist noch gar kein Weltmeister in Aachen ermittelt worden, da hat die WM bereits ihren ersten Star: ihre königliche Hoheit Princess Haya Bint Al Hussein. Im Mai wurde sie zur Präsidentin der Fédération Equestre Internationale (FEI) gewählt. Sie übernahm das Zepter im Weltverband des Pferdesports von Infanta Doña Pilar de Borbón, Schwester des spanischen Königs, deren Vorgängerin wiederum Prinzessin Anne von England war. Königs unter sich. Prinzessin Haya will – das zeichnet sich bereits ab – nicht nur repräsentative Pflichten wie die Eröffnung der World Equestrian Games in Aachen übernehmen. Wenn einige Zuschauer auch meinten, sie hielt Hof in der Soers, 40 000 Zuschauer hätten auch ihr Volk sein können, auf jeden Fall war es aber ihr Reitervölkchen.

Prinzessin Haya verfügt zumindest über ganz andere finanzielle Möglichkeiten. Dank der Öl-Milliarden ihres Ehemanns Scheich Mohammed bin Rashid Al-Maktum, potenter Regent des Emirats am Arabischen Golf, gehört sie eindeutig zum internationalen Geldadel. Da lässt sich was machen. So war es ein erster Hinweis auf die Mittel, die die Prinzessin aus dem Morgenland mitbringt, sich in Aachen beispielsweise neben Mercedes-Benz, dem langjähriger Partner des Aachen-Laurensberger Rennvereins als einer der Hauptsponsoren zu präsentieren. Der offizielle Name des Weltpartners „Dubai Equestrian Club“ ist da eher vorgeschoben.

Die neue FEI-Präsidentin, die ihre Wahl gegen Prinzessin Benedikte von Dänemark in Kuala Lumpur gewann, will frischen Wind in den Weltverband bringen. Ein Schweizer Personalberater wurde mit der Suche eines neuen FEI-Generalsekretärs beauftragt .

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