Kontrollen im Vorfeld der großen Ereignisse
Deutscher Experte für forcierten Anti-Doping-Kampf

Doping-Fahnder Klaus Müller fordert "häufige Blut- und Urinabnahmen" im Vorfeld von Radsport-Großereignissen. So könnten Eklats wie der jetzige Doping- und Manipulationsskandal bei der Tour de France vermieden werden.

Nach dem Doping-Skandal im Vorfeld der Tour de France ist laut Doping-Fahnder Klaus Müller jetzt die Zeit für "häufige Blut- und Urinabnahmen in der Vorbereitung" derartiger Veranstaltungen gekommen. Bei den bisherigen Kontrollen würden lediglich Grenzwerte wie der des Hämoglobins untersucht, die spezielle Untersuchung auf Blutdoping erfolge aber nur auf Veranlassung bei entsprechendem Verdacht.

"Der Erfolg solcher Manipulationsmethoden bleibt länger bestehen als die Nachweisbarkeit. Deshalb hat es oft keinen Zweck, zum Wettbewerb selbst zu kontrollieren", begründete Professor Müller der Leipziger Volkszeitung bezüglich des Blutdopings.

Den Fall Jan Ullrich kann der Leiter des Doping-Analyse-Labors Kreischa nur aus der Ferne beurteilen, dennoch sagte er: "Wenn aber tatsächlich Blutproben gefunden wurden und feststeht, dass das Blut für ihn bestimmt war, müsste er das Ganze wohl zugeben."

Für einen Unschuldsbeweis muss Ullrich laut Müller keine Haarprobe abliefern, es könne auch zelluläres Material sein. Es würden also mit Wattestäbchen genommene Abstriche der Mundschleimhaut ausreichen: "Innerhalb weniger Tage könnte das Ergebnis feststehen."

© SID

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